Die Geschichte:
Wer kennt es nicht, "Slippery when wet", Bon Jovi's berühmtestes Werk! Wie
kamen diese jungen Männer aus New Jersey in die Charts und auf Bühnen in aller Welt?
Es begann damit, dass ein Junge namens John Bongiovi davon träumte, ein grosser Rockstar
zu werden. Er spielte bei diversen Bar-Bands, bis er sich der Rhythm & Blues-Band
Atlantic City Expressway anschloss, welche verhältnismässig bekannt war. Doch schon nach
kurzer Zeit verliess der ehrgeizige John die Band, weil er darin keine Zukunft sah. Bald
wurde er Frontman bei The Rest, wo er eine Tüte voller Live-Erfahrungen sammeln konnte.
Er wurde jedoch schon bald aus der Band geworfen. John's Cousin Tony Bongiovi verdiente
sich zu dieser Zeit im Plattenstudio "The Power Station" seine Brötchen. Dank
ihm bekam auch der junge John dort einen Job, er wurde als Mädchen für alles eingesetzt.
Während seiner Arbeit in diesem berühmten Plattenstudio konnte er viel von den Stars
lernen, die dort ein und aus gingen.
Neben seinem Job hatte John die Band The wild Ones am Laufen, doch auch hier war er
skeptisch,was die Zukunft der Band betraf. 1982 schrieb er den Song
"Runaway",der bei den Radiostationen gnadenlos einschlug. Der Song war überall
zu hören, was natürlich die Aufmerksamkeit der Plattenfirmen weckte. So unterschrieb
John in Sommer 1983 bei Polygram. Auf Wunsch der Plattenfirma änderte er seinen Namen,
und setzte seine junge Karriere als Jon Bon Jovi fort.
Der erste Spatenstich war getan, jetzt brauchte Jon eine richtige Band auf die Beine zu
stellen. Er entschied sich für David Bryan, den er aus der Zeit bei Atlantic City
Expressway kannte. Die Suche ging weiter in den Clubs und Bars von New Jersey. Dort fand
er den Bassisten Alec John Such, gleich darauf stiess Drummer Tico Torres zur Band. Als
Gitarristen setzte Jon seinen alten Schulfreund Dave Sabo ein, der jedoch schon bald das
Feld für Richie Sambora räumen musste. Nun konnte Jon zwar auf eine Band und
einen Plattendeal blicken, jedoch auch auf Schulden über 300'000$, welche sich durch
verscheidene Anschaffungen für die Band anhäuften.
Das erste Album "Bon Jovi" erblickte 1984 das Licht der Welt. Leider kam es
nicht gerade überdurchschnittlich gut bei der Musik hörenden Masse an. Es wurde mit den
Scorpions und Judas Priest getourt, um die Platte zu vermarkten. 1985 wurde das zweite
Album "7800° Fahrenheit" auf die Menschheit los gelassen. Doch auch bei dieser
Scheibe überschlugen sich die Verkaufszahlen nicht gerade. Die ersten beiden Alben waren
eine wichtige Erfahrung für die noch junge Band.
1986 sollte es zum Umbruch kommen! Die inzwischen weltberühmte und grossartige Platte
"Slippery when wet" führte die Band mit Hits wie "Livin' on a
prayer", "You give love a bad name" und "Wanted dead or alive"
zum Welterfolg. Von da an ging es drunter und drüber, der Rummel um Bon Jovi schien nicht
enden zu wollen. Sie tourten um den Erdball, spielten in nur 16 Monaten 200 Konzerte.
Danach verschanzten sie sich erneut im Studio, um den nächsten Erfolg "New
Jersey" auf die Beine zu stellen, der im September 1988 veröffentlicht wurde. Ein
zweites Mal begaben sich Bon Jovi auf Bühnen in aller Welt, wo sie von kreischenden
Mädchen und enthusiastischen Fans gefeiert wurden. Die fünf Jungs aus New Jersey hatten
es geschafft! Doch mit dem grossen Erfolg kam es auf dieser Tournee beim 237. Konzert in
siebzehn Monaten zum grossen Crash. Die Band war ausgelaugt, hatte weder die Lust noch die
Nerven, um diesen anstrengenden Schlauch fortzusetzen. Weder ins Studio gehen, noch touren
wollten sie. Deshalb wurde Bon Jovi 1990 ins Gefrierfach gelegt.
Die Männer widmeten sich ihren Solo-Projekten. Richie veröffentlichte 1991 sein erstes
Solo-Album "Stranger in this Town". Jon schrieb den Soundtrack "Blaze of
Glory" für den Film "Young Guns II. Unterdessen schrieb David den Soundtrack
für einen Horrorfilm. Im Januar 1992 fanden Bon Jovi wieder zusammen, um ins Studio zu
gehen. Im Oktober erschien "Keep the Faith", und der musikalische Stil hatte
sich etwas geändert. Zwar wurde das Comeback der Band begeistert zur Kenntnis genommen,
doch die Fans der ersten Stunde konnten diesem etwas ungewohnten Sound nicht viel
abgewinnen. Irgendwie mutierte die Band zu Teenie-Idolen, während die älteren Fans weit
weniger begeistert waren.
Trotzdem werden Bon Jovi immer ein Sinnbild für Rock'n'Roll bleiben, auch wenn die
aktuellen Werke von der älteren Generation strikte abgelehnt werden. Bon Jovi waren
einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
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Der Sound:
Über den Sound kann man viel Gutes sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in
der zivilisierten Welt jemand noch nie von Bon Jovi gehört hat, und aus diesem Grund wird
wohl auch jeder den Sound kennen. Schnellere Songs wie "Bad Medicine" und
"Born to be my Baby" sorgen auf jeder Party und jeder Tanzfläche für gute
Laune. Umwerfende Balladen wie "I'll be there for you" und "Never say
Goodbye" finden sich auf vielen Samplern.
Die Stimme von Jon Bon Jovi erkennt man in Sekundenschnelle.Die Magie der Songs mag
vielleicht daraus bestehen, dass man sie leicht mitsingen kann, selbst wenn man die
englische Sprache nur mässig beherrscht. Die Songtexte sind mal mehr oder mal weniger
tiefgründig, jedoch immer leicht zu verstehen. Die vielen weiblichen Fans haben sie sich
bestimmt nicht nur durch ihr Aussehen verdient, sondern dadurch, dass ihre Songs viel
Gefühl haben.
Songs wie "Livin' on a Prayer" oder "Born to be my Baby" werden wir
wohl nie mehr vergessen. Bei Bon Jovi beherrschte jedes Bandmitglied sein Instrument,
seinen es David's geniale Keyboards oder Richie's himmlisch klingende Gitarre,
welche viele unvergessliche Riffs produzierte.
In den Achtzigern gab es sehr viele überragende Metal-Bands, doch nur wenige Truppen, die
sich auf softeren Rock spezialisierten und damit auch noch so einen riesengrossen Erfolg
hatten. Bon Jovi waren damals ein Teil der Jugend bei fast jedem jungen Rock-Fanatiker.
Sie haben einen Meilenstein in der Geschichte des Rock gelegt und Jon war Geburtshelfer
für so umwerfende Bands wie Cinderella und Skid Row.
Auch wenn die heutige Musik von Bon Jovi niemals mehr den Status der guten, alten
Achtziger erreichen kann; wir sollten trotzdem schätzen und respektieren, was Bon Jovi
für die Rock-Szene getan haben.
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