Die Geschichte:
Aus Florida stammen nicht nur die süssesten Orangen, sondern auch eine der besten
Metal-Bands aller Zeiten! Hier ergab es sich, dass zwei junge Männer mit den Namen Jon
Schaffer und Greg Seymour eine Band namens Purgatory gründeten und drei Demos
herausbrachten. Aus rechtlichen Gründen wurde die Band in Iced Earth umbenannt, und man
liess sogleich ein viertes Demo auf die Menschheit los: "Enter the Realm",
welches bei Rock Hard zum Demo des Jahres gewählt wurde.
Die Plattenfirmen bekamen Wind davon, Iced Earth konnten sich vor Plattenverträgen kaum
noch retten. Schlussendlich unterschrieben sie bei Century Media. Sie gingen nach
Tampa / Florida in die Morrisound Studios, um ihr erstes
Album "Iced Earth" aufzunehmen, welches 1990 erschien. Daraufhin tourten
sie mit Blind Guardian durch Europa. Nach diversen Wechseln der Bandmember wurde 1992 das
zweite Album "Night of the Stormrider"
produziert und erneut mit Blind Guardian durch Europa getourt. Nach der Tour
verabschiedete sich man von Sänger John Greely, da dieser sich rassistische Äusserungen
nicht verkneifen konnte.
Ein neuer Sänger stiess zur Band: Matthew Barlow! Mit ihm wurde das dritte Album
"Burnt Offerings" aufgenommen, das 1995 in den Läden stand. Zwischen dem
zweiten und dem dritten Album taten Iced Earth gar nichts, zu Deutsch: sie streikten, weil
Century Media ihnen nicht mehr Geld zugestehen wollte, aber irgendwann gaben die Bosse
nach, und die Band kriegte ihren Willen.
Mittlerweile gibt es sieben Studioalben von Iced Earth, ein Livealbum (in Athen
aufgenommen), eine EP (the Melancholy), sowie die 5CD-Box "Dark Genesis", welche
2001 erschien. Sie enthält das famose "Enter the Realm"-Demo, eine CD mit
Coverstücken von Bands wie Iron Maiden, sowie die ersten drei Studioalben, welche für
die CD-Box neu abgemischt wurden. Ein wahrer Leckerbissen!
Bei Iced Earth wurden rund ein Dutzend Mal die Bandmember ausgewechselt. Das macht es
einer Band normalerweise nicht allzu leicht, ihre Musik gut zu machen, da man immer eine
gewisse Zeit braucht, um sich aufeinander einzustimmen. Aber für Iced Earth war das wohl
kein Problem, sie haben ihre Sache immer
korrekt und den Ohren schmeichelnd gemacht.
Iced Earth ist und bleibt eine der besten Metal - Bands aller Zeiten, und ihr drittes
Album "Burnt Offerings "ist DER Renner überhaupt!
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Der Sound:
Iced Earth hatten schon immer ihren eigenen Sound. Um jemandem
vorzuführen wie Iced Earth klingt, sollte man ihm den Song "Burnt Offerings"
vorspielen. Wobei es sich hier eher um eine Hymne handelt, einen Killer.
Gleich beim ersten Hören wird man elektrisiert. Der Song vereinbart Melancholie,
Mysterie, Power und Magie. Mal klingt er wie ein ruhiger Dorfbach, dann aber plötzlich
bricht ein mächtiges Feuer aus. Das ist wohl der richtige Ausdruck, um das Album mit
einem einzigen Wort zu beschreiben: Feuer!
Die Texte sind überaus sinnvoll, hier stammen sie grösstenteils aus der Feder
von Gitarrero Jon Schaffer. Die Background - Chöre unterstreichen noch die Faszination
des Songs. Hierbei handelt es sich um Musik in Perfektion. Dasselbe gilt für des Rest des
Albums!
Den Sound kann man hin und wieder als abstrakt bezeichnen. In jedem einzelnen
Song steckt ein immenser Druck, das pusht die positive Wirkung auf den Hörer sehr.
Tempowechsel sind auch ein wichtiger Bestandteil des Albums: die Männer
im Chorus so ruhig wie Kirchensänger, und dann fährt Lead Vocalist Matt Barlow mit
seiner faszinierend perfekten Reisswolf - Stimme rein. Seine Stimme trägt einen sehr,
sehr grossen Teil zur Magie dieser Scheibe
bei. Matt's Stimme ist sehr verwandlungsfähig. Eben ist er noch sanft
wie ein Kätzchen, und dann growlt er so drauflos, dass dem Hörer ein wohliger
Schauer über den Rücken läuft.
"Burnt Offerings" ... wer die Scheibe nicht kennt, lässt sich etwas verdammt
Gutes entgehen!
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