Die Geschichte:
Die famosen L. A. Guns legten den Grundstein zu ihrer nie enden wollenden Karriere im
Jahre
1983, als Gitarrist Tracii Guns den Trupp in Los Angeles gründete. Er holte sich Sänger
Axl Rose, Bassist Ole Beich und Drummer Rob Gardner. Was diese Band an Member-Wechseln
durchmachte ist allerhand. Axl verliess die Band schon nach kurzer Zeit, um Hollywood Rose
zu gründen. Er wurde durch Michael Jagosz ersetzt. Anno 1985 erschien die EP
"Collector's Edition No. 1" mit den vier Songs "Don't love me",
"When dreams don't follow through", "It's not true" und
"Something heavy". Danach verliessen Tracii und Rob die Band und schlossen sich
Axl's neuem Projekt Guns n' Roses an, was die L. A. Guns für eine Weile auf Eis legte.
Doch Tracii sprang schnell wieder ab, weil ihm die musikalische Richtung der Guns n' Roses
nicht gefiel. Sein Nachfolger wurde Saul Hudson, besser bekannt als Slash. Mitglieder von
Faster Pussycat liessen die L. A. - Guns wieder auferstehen. Hierbei handelte es sich um
Drummer Paul "Mars" Black, der sein Drumkit gegen das Mikrophon tauschte.
Gitarrist Mick Cripps wechselte zur Bassgitarre, Nick "Beat" Alexander kümmerte
sich um die Drums und selbst Tracii kam zurück, um in die Saiten zu hauen. Einige Zeit
später stiess
Dogs D'Amour - Gitarrist Robert Stoddard dazu. Nun wurde ein Demo auf den Markt geworfen
und man tourte bis 1986 in der Gegend herum. Im selben Jahr musste Sänger Paul Black
wegen diverser Drogenprobleme das Feld räumen. Für ihn kam Phil Lewis von der Britischen
Band GIRL, welcher auch Def Leppard's Phil Collen angehörte. Nun verliess Gitarrist
Robert Stoddard die Band, und ein anderer Ex-Member von Faster Pussycat übernahm die
Bassgitarre, nämlich Kelly Nickels.
Nach all diesen verworrenen Wechseln schaffte die Band es endlich, ein richtiges Album
heraus zu bringen: L. A. GUNS!!! Dieses wurde 1988 auf die Menschheit losgelassen. Zu
dieser Zeit erntete es vor allem in Europa nur lauwarme Kritiken. Die L.A. Guns wurden gar
mit Guns n' Roses verglichen, welche damals schon bedeutend berühmter und populärer
waren. Doch nach all den Jahren haben die L.A. Guns einen vergleichbaren Kultstatus
erreicht, und ihr Debüt-Album ist beliebt geworden. Optisch haben sie sich natürlich
gewandelt. Die langen Zotteln sind weg, Haarspray und Toupierkamm weitgehend verschwunden.
Doch die superben Bühnenklamotten und ihre Leidenschaft sind nach wie vor präsent. Die
Jungs aus Los Angeles sind immer noch sensationell, und sie haben viele Fans auf der
ganzen Welt, die ihnen treu zur Seite stehen.
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Der Sound:
Kreischende Gitarren, preschendes Schlagzeug, satte Melodien und eine
abgeschmirgelte Stimme, das sind L.A. Guns! Gerade auf diesem Album sind Songs vertreten,
die man immer wieder in Rockclubs hört. Dazu gehören "Electric Gypsy" und
"Hollywood Tease". Aber auch die wunderschöne Ballde "One Way Ticket"
ist nicht zu verachten. Die variable Stimme von Sänger Phil Lewis trägt einen sehr
grossen Teil zum Sound als Gesamtes bei. Manche Texte sind einfach nur Fun und wirken
überhaupt nicht durchdacht. Aber das muss manchmal sein, that's Rock n' Roll...
Andere Texte wiederum, wie zum Beispiel "One Way Ticket", drücken sehr viel
Tiefgang aus. Manche Melodien sind richtige Ohrwürmer, die man zehnmal hintereinander
hören könnte. Was bei den L.A. Guns bemerkenswert funktioniert, und zwar in allen
Spieltempos, ist die Harmonie zwischen Phil
Lewis' Stimme und dem Background- Gesang. Auch beherrscht jeder Bandmember sein Instrument
perfekt. Zwar ist die Band im Mainstream nicht so bekannt wie die immer wieder erwähnten
Guns n' Roses, aber für die Leute in der Rockszene haben sie schon lange Kultstatus
erreicht und werden immer ein festes und angestammtes Molekül in der Substanz der
Rockgeschichte bleiben.
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