Do you remember ?
The History of legendary Albums, by Saskia B.
POISON - Look what the cat dragged in
Das Album:

Released: 1986
Producer: Rik Browde
Label: Music for Nations

Songs:  Cry Tough
             I Want Action
             I Won't Forget You
             Play Dirty
             Look What The Cat Dragged In
             Talk Dirty To Me
             Want Some, Need Some
             Blame It On You
             No. 1 Bad Boy
             Let Me Go To The Show


Band:   Bret Michaels - Vocals
            C.C. DeVille - Guitar
            Bobby Dall - Bass Guitar
            Rikki Rockett - Drums

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Poison 1986
www.poisonweb.com

Die Geschichte:


Poison gehören zu den Bands, über die auch heute noch viel geredet wird, obwohl die aktuellen CDs leider keine sehr hohen Verkaufszahlen erreichen. Sie waren in den 80ern wohl die bekannteste Glam Band der Welt. Laut und bunt! Größte Aufmerksamkeit bekamen die Jungs aus Pennsylvania, weil sie sich sehr weiblich kleideten und auch schminkten.
Auf den Album Covern war nicht mehr gleich zu erkennen, ob Männer oder Frauen abgebildet waren. Aber gerade wegen ihrem eigenständigen Stil schafften es Poison zu mehreren Platin Scheiben und Weltruhm.
Poison entstand aus einer Band namens Paris, die von Sänger Bret Michales (Bret Sychalk) und Drummer Rikki Rocket (Richard Ream) 1983 in Harrisburg, Pennsylvania gegründet wurde. Nachdem sie Bassist Bobby Dall (Kuy Kendall) und Gitarrist Matt 'Ko Ko' Smith aufgenommen hatten, nannten sie sich in Poison um. Ein Demo wurde eingespielt. Nach einigen Misserfolgen zog die komplette Band nach Kalifornien um. In Los Angeles fiel die Band vor allem durch den vielen Puder, den Eyeliner und die toupierten Haare auf. Atlantic Records zeigte erstes Interesse an der Band und finanzierte ihr ein weiteres Demo. Auf diesem waren die Songs "No. 1 Bad Boy", "Want Some, Need Some" und "Blame It On You", die später auch auf dem ersten Album "Look what the cat dragged in" zu finden waren. Atlantic Records war allerdings noch nicht überzeugt und lehnte Poison ab. Gitarrist Matt Smith zog zurück nach Harrisburg, da seine Freundin ein Kind erwartete. Die Lücke wurde von C.C. DeVille geschlossen. Auch Slash, der später bei Guns N Roses berühmt wurde, hatte sich um diesen Posten beworben.
In diesem Line Up nahmen Poison dann ihre Debüt CD "Look what the cat dragged in" in nur 12 Tagen für $23.000 auf. Die Medien nahmen schnell Notiz von der außergewöhnlichen Band und viele Touren, sowie großes Airplay ihrer ersten Single halfen Poison immer mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Anfang 1987 erreichte die LP Goldstatus, nur kurz danach sogar schon Platin. Die LP wurde mehr als 3 Millionen mal verkauft. Capitol Records hatten schnell Interesse an der Band, die sich aber weigerte an ihrem Outfit oder ihrer Musik Änderungen zu machen um mehr Alben verkaufen zu können. Viele Fans liebten Poison, andere hassten sie. Einen Mittelweg gibt es bis heute nicht.
1988 wurde das zweite Album "Open Up And Say...Ahh!" veröffentlicht. Paul Stanley wollte es produzieren, was aus Zeitgründen aber nicht funktionierte. Für ihn sprang Tom Werman ein. Auch dieses Album erreichte schnell Platin und verkaufte mehr als 8 Millionen Kopien weltweit. Hits wie "Every rose has it's thorn" liefen weltweit im Radio und enterten die Charts. Grosse Headlinertouren folgten. 1990 erschien das Nachfolgealbum "Flesh and Blood". Hier wirkten Poison schon viel erwachsener, verzichteten sogar größtenteils auf Make Up. Trotzdem erreichten Poison mehrfach Platin. Leider gab es erste Streitigkeiten in der Band. Spannungen zwischen Bret und C.C. liessen die Befürchtung zu, dass die Band auseinanderbrechen werde.
1991 verließ C.C. nach einem Kampf mit Bret (bei den MTV Music Awards) die Band. Capitol Records ließ sich nicht davon stören, dass die Band ohne Gitarrist war und veröffentlichte Anfang 1992 die live CD "Swallow This Live". Der leere Platz wurde mit Richie Kotzen besetzt. Selbst in der absoluten Hochphase des Grunge konnten Poison mit dem Album "Native Tongue" Gold einspielen. Als Rikki Rocket herausfand, dass Richie Kotzen sich heimlich mit seiner Freundin traf, wurde Kotzen aus der Band geworfen. 1993 übernahm Blues Saraceno die Saiten.
Die größten Schlagzeilen machte Bret Michaels 1994, als er Baywatch-Star Pamela Anderson zur Freundin hatte. Die Beziehung hielt allerdings nicht lange an, entschied sich sexy Pam doch lieber für Mötley Crüe Drummer Tommy Lee.

Anfang 1997 brachte Capitol Records das Album "Greatest Hits 1986-1996" heraus, auf dem auch 2 neue Bonus Tracks enthalten waren. Erst 1999 fanden sich Poison wieder in der Originalbesetzung zusammen und spielten als Headliner einige Festivals in den USA. Es gab weitere Spannungen innerhalb der Band und C.C. verließ Poison erneut, nur um einige Wochen später zurück zu kehren. Auf dem Bandeigenen Label Cyanide Music kam "Power To The People" heraus, allerdings ohne großes Aufsehen zu erregen. Ein weiteres Greatest Hits Album, mit dem Titel "Show Me Your Hits" wurde 2000 veröffentlicht. Das neueste Werk erschien 2002 mit dem Titel "Hollyweird". In den USA tourt die Band immernoch fast jedes Jahr in großen Hallen. Bleibt zu hoffen, dass Poison auch den Weg nach Europa wieder finden werden.

Der Sound:


Zu erklären wie Poison klingt, ist recht schwierig. Poison klingen eben wie Poison. Es war kein ausgeklügeltes Songwriting, dass Poison so erfolgreich gemacht hat, sondern eingängigen Melodien und die Refrains zum Mitsingen. Die Songs haben einen Beat, der heute noch auf jede Tanzfläche in einem Rockschuppen passt. Nichts verschnörkeltes, Poisons Musik ist einfach und geradeaus. Die Texte handeln ganz im Stil der 80er von Sex Drugs und Rock n Roll.
Jedoch auch Balladen wie "I won't forget you" sind so gefühlvoll und sensibel, dass eine ganze Generation von Mädchen diesen verrückten Jungs verfallen war. "Look what the cat dragged in" ist eines der am meisten diskutierten Cover in der Hard Rock Geschichte. Die Meinungen gehen von super genial bis fürchterlich.
Ohne Umschweife kann die Party mit "Cry tough" beginnen. Es ist einer der eingängigsten Songs. Einmal gehört, nie wieder vergessen. Allerdings hat das ganze Album keine Durchhänger, alle Songs bringen Stimmung. Einer der größten Hits ist "Talk dirty to me", den fast jeder schon einmal gehört haben dürfte.
"Look what the cat dragged in" ist für mich auch heute noch meine absolute Lieblingsscheibe. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich nie beim Metal gelandet. Das Album ist für mich so zeitlos, dass ich es auch heute immer noch tagelang anhören kann. Wer also dieses alte Album nicht kennt, sollte sich vielleicht einmal die Mühe machen und reinhören, wer aber die Möglichkeit hat sogar ein Video von Poison anzuschauen, der sollte sich doch dann dem kompletten Vergnügen hingeben. Denn visuelles und akustisches Vergnügen zusammen, ist absolut Spitzenklasse.
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