Die Geschichte:
Dein Testament ist schon gemacht-hohl es dir, das war damals der Werbeslogan des Debüts
von Testament. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung wurde das Album mit
Vorschusslorbeeren geradezu überhäuft. Zu recht, wie sich herausstellte. Der Erfolg
liess nicht lange auf sich warten, war aber nicht ganz überraschend.
Die in San Francisco Mitte 1983 gegründete Band machte schon 1985 auf sich aufmerksam,
mit dem legendären Demo-Tape First strike is deadly". Damals noch mit Steve
Sonza, dem späteren Exodus Shouter , hinter dem Mikro, galten sie als grösste Bay Area
Nachwuchshoffnung.
Mit Chuck Billy, ein Indianer, stiess ein talentierter Ausnahmesänger zur Band, die sich
damals noch The Legacy" nannte. Gleich mehrere Plattenfirmen wollten sie unter
Vertrag nehmen. Sie unterschrieben bei Jon Zazulas Label Megaforce und
veröffentlichten im Sommer 1987 The Legacy". Den Bandnamen mussten sie, aus
rechtlichen Gründen, kurz davor in Testament" ändern, da es gleich mehrere
andere Bands mit Namen Legacy" gab.
Bereits im Frühling 1988 folgte das Nachfolgealbum, das bis auf zwei wenig interessante
Instrumentalnummern an das Debüt anknüpfen konnte. Es folgten zwei weitere Alben, zum
Teil stark von Metallica beeinflusst, zum Teil viel softer, als das Debüt, eine Folge der
berühmten Musikalischen Differenzen. Im Herbst 1992 stieg Alex Skolnick, der den
Legacy Sound" entscheidend mit prägte, aus. Es folgten diverse Musikerwechsel
und im Sommer 1996 stand die Band kurz vor dem aus. Sie rafften sich aber nochmals auf und
veröffentlichten weiter, diverse, sehr unterschiedliche und zum Teil grossartige Alben,
die aber nie mehr die Klasse von The Legacy" erreichten.
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Der Sound:
Oberflächlich gesehen ist The Legacy" ein
typisches Bay Area Trash Album. Doch das hervorragende Songwriting, gepaart mit der
intelligenten musikalischen Umsetzung, unterscheidet es von Alben der Genre verwandten
Bands. Herausragend ist nicht nur die rauhe Stimme von Chuck Billy, sondern auch die
weltklasse Gitarrenarbeit von Alex Skolnick, die dem ganzen Album einen melodischen Touch
verpasst. Nicht zu unterschätzen ist aber auch der zweite Gitarrist, Eric Peterson, der
zusammen mit Alex den grössten Teil der Musik komponiert hat.
Billys Gesang bewegt sich oft an der Grenze zu hartem trash Gebrüll, ohne aber
diese Grenze jemals zu überschreiten. Zusammen mit den melodiöseren Gesang Parts und den
sparsam, aber sehr gezielt eingesetzten Background Vocals, entstanden so harte, aber
eingängige Gesangslinien
Die Drums bestehen oft aus Double Bass Attacken erster Güte, doch auch Louie Clemente
nimmt des öfteren den Fuss vom Gaspedal, was sich in vielen Rhythmus- wechseln auswirkt.
Nicht zuletzt auch durch den groove des Bassisten Greg Christian entstand ein Album, das
zwischen klassischem Trash und hartem Power Metal die ganze Breite des Spektrums auslotet.
Over the wall", Do or die", Alone in the dark" und
Apocalyptic city" entwickelten sich zu Klassikern der Band und gehören
Teilweise auch heute noch zum Live Repertoire.
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