Die Geschichte:
Einen passenderen Titel könnte dieses Album nicht haben. Triumph: Bis dato, mit 3
Millionen verkauften Exemplaren, die erfolgreichste Warlock/Doro Platte. Agony: Die erste
Scheibe nach dem definitiven Zerfall der Band und damit auch das letzte Album, das unter
dem Namen Warlock erschien. Dahinter steckt aber eine Story, die harmlos begann und mit
dem grossen Erfolg von Triumph And Agony endete. Doro Pesch hatte es
geschafft, die Band war Geschichte und der Schuldige einmal mehr geldgierige Manager und
Labelbosse.
Der Anfang war die Band Snakebite in Düsseldorf, wo Doro, die gelernte Grafik Designerin
und Schriftsetzerin, ihre ersten Erfahrungen als Sängerin sammelte. Es folgte der
Zusammenschluss mit Musikern von Beast im September 82. Warlock war geboren, mit Doro
(Vocals), Michael Eurich (Drums), Rudy Graf (Guitar), Peter Szigeti (Guitar), und Frank
Rittel (Bass).
Schon mit dem Debüt 1984, Burning The Witches, gelang Warlock ein ganz
grosser Wurf. Es folgt der Wechsel vom Indi Label Mausoleum zur Major Company Phonogram
(heute Mercury). Der Nachfolger Hellbound, 1985, fällt gemässigter aus, was
Rudy Graf zum Ausstieg veranlasst. Ersetzt wird er durch Niko Arvanitis. Schon
Hellbound, wie auch das nächste Album True As Steel, 1986, wird
aber nicht von der Band selber, sondern von Studiomusikern eingespielt. Das Label und die
Plattenfirma übernehmen das alleinige Sagen. Selbst Doro wird hintergangen und darf auf
True As Steel nicht einmal mehr ihre eigenen Texte singen, was der Grund ist,
dass nach der Tour, nie mehr ein Song dieses Albums von Doro live gespielt wurde.
Frustriert verlassen daraufhin Peter Szigeti und Frank Rittel die Band.
Doro lernt in New York Joey Balin kennen. Mit ihm schreibt sie neue Songs und nimmt
Triumph And Agony in den Powerstation Studios im Big Apple auf.
Die Plattenfirma gibt viel Geld für die Promotion aus und das Album wird ein grosser
Erfolg. Doch da das Management die Rechte am Namen Warlock besitzen, sieht sich Doro
gezwungen fortan unter ihrem eigenen Namen weiter zu machen.
Warlock lebte von Doro, der kleinen Sängerin, mit der grossen Stimme. Mit dem Zerfall der
Band begann dann auch die Solo Kariere dieser grossartigen Sängerin und Songwriterin.
Eine Erfolgreiche Kariere, die bis heute anhält und ihr, zu Recht, den Namen Metalqueen
einbrachte.
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Der Sound:
Hit reiht sich an Hit, von der krachenden Metal Hymne bis zur einfühlsamen Ballade. Das
Werk des genialen Songwriter Duos Doro Pesch und Joey Balin, dass sich für dieses Album
zusammenfand.
All we are, all we are we are, we are all, all we need, wer kennt sie nicht, diese Worte.
Dieser Song ist zweifelsohne zum unsterblichen Klassiker geworden, genau so die
ergreifende Gänsehaut Ballade Für Immer, der erste Song den Doro in Deutsch
gesungen hat. Dazu sind mit I Rule The Ruins, East Meets West und
Metal Tango gleich fünf Songs auf diesem Album, die zum festen Bestandteil
eines jeden Doro Gigs gehören.
Mit erstklassigen Melodien, satten Grooves und unglaublich leidenschaftlichen Vocals
versprüht jeder Song Energie und Power ohne Ende. Musik und Texte die direkt ins Herz
gehen und die Seele aufwühlen. Die fast düstere, aber Optimismus vermittelnde
Grundstimmung wurde durch eine bombastische Produktion hervorragend in Szene gesetzt. Die
Scheibe kann man schon beinahe als Konzept Album bezeichnen.. Die ultimative Message zieht
sich vom ersten bis zum letzten Song durch das gesamte Werk: Die schlechte Welt, die sich
so einfach verbessern lässt, wenn man zusammenhält und gemeinsam dafür kämpft. Rock
N Roll als Multinationale Sprache!
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