Online Unterricht für Gitarristen
 
Hi, Metal Gitarristinnen und Gitarristen!
 
Ich freue mich sehr, euch hier in der Metal Factory neu regelmässig unter die Arme oder in die Saiten greifen zu dürfen :-)
 
Die meisten meiner Schüler, die ich in den letzten Jahren unterrichtet habe oder immer noch unterrichte, sind spielfreudige Rock & Metal Gitarristen. Und zwar vom blutigen Anfänger, der seine Lieblings-Hardrock Riffs lernen will, bis zu virtuosen Shreddern, die an ihrer Technik "schleifen" wollen oder ein ganz spezifisches Problem lösen müssen. Ich selber spiele nebst Metal zwar auch noch anderes, aber mein Herzblut liegt eindeutig in der metallischen Gegend \m/.
 
Unten findest Du ca. monatlich einen Artikel zum Thema Metal Gitarre lernen und verbessern sowie einen Link auf die meine Guitar Tipps. Fragen? Ein Mail an dan@dankeller.ch genügt!
Rock on!


 
Du steckst fest und suchst neue Inspiration für dein Gitarrenspiel?

Jeder kommt immer wieder mal an einen Punkt, wo er das Gefühl hat, das da "mehr möglich wäre..." Es geht irgendwie  einfach nicht weiter, und Du suchst dann einen Weg, wie Du mehr aus Deinen Gitarrenspiel machen könntest.
 

Du spielst bereits länger und benötigst eine Lösung für ein spezifisches Problem?

Nachdem Du bereits längere Zeit Gitarre spielst (mit oder ohne Gitarrenlehrer) hast Du in Deinem Gitarrenspiel ein Problem festgestellt, das Dich hindert, einen Schritt weiterzukommen. Du hast jedoch bis jetzt keine Lösung gefunden...
 

Du willst von Grund auf guten Rock oder Metal lernen?

Vor allem wenn Du Metal-Beginner GitarristIn bist ist es wichtig, dass Du Dir nichts Falsches angewöhnst, das Du Dir später mühsam wieder "wegtrainieren" musst. Wenn ich von Anfang an einen guten Gitarrenlehrer gehabt hätte, wären mir viele Jahre Übungszeit und Frust erspart geblieben. Ich hoffe, Du machst es besser :-)
 


Interessiert Dich ein besonderes Thema? Hast Du eine Frage zum Thema "Metal Gitarre" oder ein spezifisches Problem? Oder möchtest Du, dass ich zu einem bestimmten Thema etwas schreibe?  Dann schreib mir einfach ein Mail an dan@dankeller.ch, und ich werde Deine Frage in einem meiner nächsten Artikel oder in meinen Guitar Tipps besprechen.
 

(01.06.2010)
Eins nach dem anderen... das kann ein grosser Fehler sein!
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch
 
Zuerst solltest Du dies lernen, und dann das,
und wenn Du jenes kannst, machst Du mit dem da weiter...
“.
Diese „Weisheit“ mag in einigen Sitationen einen Sinn machen, doch für das Gitarre lernenkann dieses Vorgehen pures Gift sein: ineffizient, abschreckend, frustrierend...
Ich höre immer wieder, dass Gitarrenschüler (auch fortgeschrittene!) sagen, dass sie erst dann an einem neuen Thema arbeiten wollen, wenn sie das „vorherige Thema im Griff“ haben. Dadurch bremsen sie unbewusst ihren Fortschritt und erhöhen das Risiko, dass sie am Schluss frustriert sind, weil sie wenig erreicht haben.
Ich möchte ein paar Gegenfragen stellen:
  • Ist es wirklich immer nötig, dass das „vorherige Thema“ gut/perfekt sitzt, bevor man ein anderes Thema bearbeiten sollte/darf?
  • Gibt es wirkliche eine „offizielle“ Reihenfolge, die man einhalten muss?
  • Kann man wirklich nur an einem oder wenigen Themen gleichzeitig arbeiten?...
Die Antwort auf diese Fragen lautet fast immer: Nein! Es gibt nur wenige Situationen (siehe 2.), in denen es wirklich wichtig ist, „eins nach dem anderen“ zu lernen.
1. Wann macht es mehr Sinn, mehrere Fähigkeiten/Techniken parallel zu lernen?
Fähigkeiten oder Techniken, die voneinander unabhängig sind, sollten parallel (=miteinander, nicht nacheinander) gelernt und weiterentwickelt werden. Dadurch sparst Du Zeit und hast mehr Spass, weil der ganze Lernprozess viel abwechslungsreicher ist. Es ist in diesem Fall also weder nötig noch klug, erst dann mit dem nächsten unabhängigen Thema weiterzumachen, wenn Du das vorherige perfekt kannst (ein häufiger Denkfehler!).
Zum Beispiel ist es sinnvoll, mit dem Improvisieren zu beginnen, auch wenn Du noch gar keine Tonleitern spielen kann! Warum? Weil improvisieren nichts mit Tonleitern zu tun haben muss. Du kannst auch mit einzelnen Tönen oder Rhythmusmustern improvisieren. Und es ist eine gute Idee, schon früh eigene Songs zu schreiben (komponieren), auch wenn Du erst ein paar einfache Akkorde spielen kannst.
2. Wann macht es wirklich Sinn, „eins nach dem anderen“ zu lernen?
Wenn eine bestimmte Fähigkeit oder Spieltechnik auf einer anderen Fähigkeit/Spieltechnik basiert, dann ist die richtige Reihenfolge wichtig. Ein paar Beispiele:
  • Akkordfolge eines Songs nach Gehör herausfinden basiert auf: Intervalle nach Gehör erkennen
  • Bending (Saitenziehen) spielen basiert auf: Vibrato Technik verstehen (Mechanik) und spielen
  • Sweeping Technik anwenden können basiert auf: Picking Technik anwenden
  • Barré Akkorde verstehen basiert auf: Grundakkorde verstehen
Siehst Du das Prinzip? Immer dann, wenn Du eine nächste (komplexere) Fähigkeit oder Technik lernen willst, solltest Du die dafür notwendigen Basis-Fähigkeiten/Techniken genügend im Griff haben.
In einem solchen Fall ist es also wichtig, „eins nach dem anderen“ zu machen!
Du solltest in der Lage sein zu erkennen, ob eine Fähigkeit/Technik unabhängig von anderen ist, damit Du möglichst viele voneinander unabhängige Fähigkeiten/Techniken parallel lernen kannst. Frag sonst Deinen Gitarrenlehrer, dass er Dir zeigt, welche Fähigkeiten und Techniken Du unbedingt parallel (von Anfang an und gleichzeitig) lernen solltest.
Ich hoffe, dass Du in Deiner Gitarristenkarriere nicht "in Schönheit" (als unerfüllter Perfektionist) sterben wirst, sondern Dich gleichzeitig in vielen verschiedenen Bereichen weiterentwickelst.
(c) 2010 Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch
 


(04.05.2010)
Häufige Fehler, die Gitarristen ohne Unterricht beim Üben und Spielen machen
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch
 

Wenn Du nicht mehr in den Gitarrenunterricht gehst oder noch gar keinen Gitarrenlehrer hast, ist das Risiko gross, dass Du auf bestimmte Dinge nicht (mehr) genügend achtest und nicht merkst, was Du verbessern könntest und solltest. Und dadurch falsche Dinge übst – oder falsch übst.
 

Hier eine Liste von möglichen Fehlern, die häufig gemacht werden, wenn jemand noch keinen Gitarrenlehrer hat, oder eine Unterrichtspause macht. Ich selber habe als Teenager, bevor ich richtig Unterricht genommen habe, viele dieser Fehler auch gemacht. Erst später habe ich diese Themen sehr intensiv studiert und dann konsequent angewendet. Und Du kannst mir glauben, es hat sich gelohnt!

 

Ich hoffe, dass Du die folgenden Fehler nicht machst:

 

Fehler #1: Nicht auf das Plektrum und die Pickingbewegung achten – irgendwie picken

Verwende ein hartes Plektrum (mindestens 1mm), halte das Plektrum genug stark (jedoch nicht verkrampfen), mach beim Picken kleine, schnelle Bewegungen („zackig“) --> so entsteht mehr Sound!

 

Fehler #2: Nicht auf die Handhaltung und Fingerhaltung achten – irgendwie drücken

Angenommen, Du bist Rechtshänder:

Halte den Handballen der rechten Hand immer auf oder über dem Steg (Eisen), und wenn Du abgedämpft spielen willst, drück einfach den Handballen auf die Saiten.

Halte beim Begleiten / Riff spielen den Mittelfinger, Ringfinger und Kleinfinger der rechten Hand locker und offen (leicht gestreckt).

 

Fehler #3: Dich nicht um den Sound (Druck) kümmern – zu lahm spielen

Versuch, durch intensiveres Picken und besseres Dämpfen (siehe oben) einen stärkeren Sound hinzubekommen, damit das, was Du spielst, kraftvoller und druckvoller wird.

 

Fehler #4: Nicht auf das Dämpfen der Saiten achten – Nebengeräusche ignorieren

Übe das Dämpfen der Saiten, achte darauf, dass Du unverwendete Saiten immer dämpfst, und zwar beim Powerchord spielen sowie beim Picken von einzelnen Tönen und Melodien.

--> Hier findest Du eine gute Checkliste zum Thema "Saiten dämpfen".

 

Fehler #5: Dich beim Üben nicht genügend beobachten – nicht effektiv üben

Schau ab und zu genau hin, wenn Du übst: Wie bewegen sich Deine Hände und Finger, welche Bewegungen macht Dein Plektrum...

Hör genau hin: Spielst du präzis im Takt? Klingen alle Töne sauber und möglichst gleich laut?...

 

Fehler #6: Planlos üben – gar nicht wissen, was üben

Überleg Dir, was Du als nächstes lernen möchtest, mach Dir einen sinnvollen Übungsplan, zum Beispiel für einen Monat oder (wenn Du fast jeden Tag übst) für eine Woche, übe gemäss Deinem Übungsplan!

 

Fehler #7: nichts Neues mehr lernen - stehenbleiben

Perfektioniere das, was Du bereits ziemlich gut kannst und was für Deine musikalischen Ziele wichtig ist, und lerne Neues dazu! Wie zum Beispiel Fingersätze für neue Tonleitern (damit Du auf dem ganzen Griffbrett spielen kannst), Gehörbildung (damit Du Intervalle und Akkorde schneller erkennst und damit Songs einfacher heraushören kannst)... denn Stillstand ist Rückschritt!


Denk daran: Wenn Du keinen Gitarrenlehrer (mehr) hast, dann gibt es wahrscheinlich niemanden, der regelmässig genau hinschaut und hinhört, wie Du spielst. Ohne Gitarrenlehrer kannst nur Du alleine neue und alte Fehler sowie Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken.


Übrigens: Meine Online-Schüler senden mir regelmässig Audio und/oder Videoaufnahmen, damit ich ganz genau sehe, woran wir noch detaillierter arbeiten müssen und ich die Übungen und Aufgaben entsprechend anpassen kann.

 

Mehr Tipps & Tricks von mir zum Thema „Gitarre lernen und verbessern“ findest du hier.


Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch


(06.04.2010)
Die richtigen Übungen... und die richtigen Übungsmethoden
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch

Gehörst Du zu den Gitarristen, die wenig Zeit zum Üben haben?
Dann solltest Du weiterlesen und noch mehr aus Deiner Übungszeit machen!
 
Die richtigen Übungen...

Nicht alle Übungen sind gleich wichtig. Daher solltest Du erst mal Deine (zu) vielen Übungen reduzieren:

  1. Gehe dazu Deine Übungen durch und ordne jede Übung einem Hauptthema zu: Akkorde, Arpeggios, Sweeping, Tonleitern, Sequenzen, Vibrato, Sliding, Bending, Legato, Tapping, Songs, Licks & Solo, Rhythm & Groove, Improvisation, Songwriting, Harmonielehre, Gehör... (Evtl. hast Du noch nicht zu allen Themen Übungen, das macht nichts)
     

  2. Entscheide dann pro Thema, welche Übungen für Dich im Moment besonders wichtig sind*) (das hängt von Deinen aktuellen Zielen/Schwächen ab). Es sollte möglichst kein Thema fehlen, das für die Erreichung Deiner nächsten Ziele wichtig ist. Du solltest am Schluss etwa 10-20 einzelne Übungen auf Deinem Übungsplan haben.
     

  3. Halte Deinen Übungsplan für mindestens 4 Wochen konsequent ein, und Du wirst feststellen, dass Du viel effizienter geübt hast und (das Wichtigste) mehr Fortschritte als erwartet gemacht hast :-)

*) Wie ich schon oft erwähnt habe ist das eine meiner Hauptaufgaben als Gitarrenlehrer: Für meine Schüler einen möglichst optimalen Übungsplan zusammenstellen. Damit nichts Überflüssiges darin enthalten ist und der Schüler an den wirklich wichtigen Themen arbeitet, welche für die Erreichung seiner nächsten Ziele wichtig sind.

Siehe auch die 7 Kriterien bei der Suche nach einem Gitarrenlehrer: http://www.guitarschoolofmusic.com/Attachments/Methoden_~_Checkliste_Gitarrenlehrer.pdf

...und die richtigen Übungsmethoden!

Dasselbe Lick zum 138. Mal zu spielen und dabei festzustellen, dass es immer noch nicht klappt, bringt Dich überhaupt nicht weiter! Und so zu üben verschwendet viel wertvolle Übungszeit! Was Du benötigst sind wirkungsvolle Übungsmethoden! Ich zeige Dir heute eine wirkungsvolle Übungsmethode, die mir als Beispiel persönlich vor vielen Jahren sehr geholfen hat, in das Thema „Shredding“ einzusteigen, also dem extrem schnellen Picken von Tonleitern/Melodien. Mein Maximum liegt bei 700 Noten/Minute, d.h. 11.7 Anschläge pro Sekunde (das sage ich nicht um zu blöffen, sondern um zu zeigen, was möglich ist :-)
http://www.guitarschoolofmusic.com/audio/Dan/Dan_Keller_-_700_Picks_pro_Minute.mp3

Die extrem wirkungsvolle Methode, die ich Dir jetzt zeige, nenne ich "Touchscreen-Picking".

Angenommen Du möchtest eine Tonleiter oder ein Picking-Lick üben. Der Trick dabei ist, dass Du erstens mit der linken Hand die Saiten nicht ganz runterdrückst, sondern die Saiten nur berührst! Und zweitens darauf achtest, dass Du die Saiten nicht langsam, sondern so zackig wie möglich berührst. Die Saite jedoch nicht bis auf die Bundstäbchen herunterhämmern/drücken! Das braucht zu Beginn etwas Übung!

Alles andere bleibt sich gleich. Das heisst: Du pickst mit der rechten Hand die Töne ganz normal. Vorsicht: Nicht zu schwach picken, nur weil Du mit der linken Hand die Saiten schwach drückst! Beim Picken hörst Du natürlich nur ein Plopp-Geräusch statt eines klingenden Tons. Dadurch kannst Du jedoch auch die Rhythmik der Töne sehr gut kontrollieren.

Du brauchst vermutlich einige Tage oder Wochen, bis die "Touchscreen-Picking" Technik gut klappt und Du damit schnelle Läufe und Licks spielen kannst. Aber ich verspreche Dir, der Aufwand lohnt sich! Mit dieser Übungstechnik kannst Du künftig alle Übungen zusätzlich üben. Du wirst feststellen, dass Du plötzlich viel lockerer spielen kannst. Und weil Du Deine Finger lockerer bewegen kannst, kannst Du sie schneller bewegen und dadurch schneller spielen!

Hier der Link auf die Page mit einer detaillierten Beschreibung dieser Touchscreen Technik, mit der Du das lockere Spielen mit der linken Hand verbessern kannst. Das ist seit Jahren eine meiner Top-10 Übungen! 

http://www.guitarschoolofmusic.com/Articles.aspx

Übe von jetzt an gut organisiert und methodisch... das bringt Dich weiter :-)

Mehr Tipps von mir kannst Du Dir hier holen:
http://www.guitarschoolofmusic.com/subscribe_email.aspx

 

(10.03.2010)
3 Schritte, um Deine grössten Ziele auf der Gitarre sicherer und schneller zu erreichen
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch
 

Mit der Zeit häuft sich das Übungsmaterial aus dem Internet, aus dem Unterricht, von den Kollegen und aus den verschiedenen Gitarrenforen, Portalen usw. Es fällt Dir immer schwerer, für Dich selber aus dem Berg an Material einen sinnvollen Übungsplan zusammenzustellen.

Das IST ein Problem! Und Du MUSST es lösen! Sonst verplemperst Du viel Zeit mit Üben ohne Wirkung. Mir ist es früher ebenso ergangen. Bis ich gelernt habe, mir konkrete Ziele zu setzen, das richtige Lernmaterial auszuwählen, meinen Übungsplan zu erstellen und konsequent mit diesem Plan zu üben.

Ich zeige Dir, wie Du das Problem lösen und einen optimalen Übungsplan erstellen kannst, um regelmässig die grösstmöglichen Fortschritte zu machen! Wenn Du Deine Übungszeit planst, organisierst und strukturierst (das solltest Du wirklich tun, wenn Du gute Fortschritte machen willst!), dann beachte bitte diese Punkte. Dieses Vorgehen hat sich bewährt.

1. Was will ich in 3-6 Monaten erreicht haben?

Setze Dir 3 Ziele, die Du in den nächsten 3-6 Monaten erreichen willst und kannst! Die Ziele sollen eine Herausforderung sein (nicht allzu leicht), jedoch musst Du daran glauben, dass Du sie erreichen kannst.

Du weisst nicht, welche Ziele Du Dir setzen könntest? Okay, dann stell Dir doch mal einfach die Frage: „Was will ich am <Datum von heute plus 3 Monate> konkret können, was ich heute noch nicht kann?“

--> Notiere Deine 3 Ziele auf einem Blatt Papier (nicht nur im Kopf vorstellen, sondern aufschreiben). Beispiele: a) „Ich will auf dem ganzen Griffbrett mit der Bluestonleiter improvisieren“, b) „Ich will den Song XY sauber begleiten“, c) „Ich will die Top-10 String Skipping Licks von Paul Gilbert spielen“...

2. Was braucht es dazu? Und in welcher Reihenfolge?

Jetzt kommt der schwierigste Teil: Du erstellst einen Übungsplan! Überlege Dir für jedes Ziel einzeln: „Was muss ich alles üben und lernen, um dieses Ziel zu erreichen“? Welche einzelnen Fähigkeiten und Kenntnisse sind notwendig? Was fehlt? Und in welcher Reihenfolge musst Du diese Lücken füllen?

--> Notiere Dir nun zu jedem Ziel nötigen Teilschritte, und zwar in der besten (sinnvollsten) Reihenfolge. Beispiel (zu Beispiel a): „Dazu muss ich (1.) die Fingersätze der Bluestonleiter auswendig lernen, (2.) wissen, wohin ich die einzelnen Fingersätze auf dem Griffbrett verschieben muss, damit ich die richtigen Töne spiele; ich muss also die wichtigsten Töne auf dem Griffbrett kennen, (3.) die Blues­tonleiter zu unterschiedlichen Jamtracks rhythmisch sicher spielen können und (4.) mit der Bluestonleiter in allen Fingersätzen interessant improvisieren können“

Dieser Teil ist aus meiner Erfahrung der schwierigste. Es braucht einige Übung um zu erkennen, was für das Erreichen des Ziels notwendig ist, und in welcher Reihenfolge diese neuen Fähigkeiten und Kenntnisse am besten gelernt oder geübt werden. Ich erstelle für alle meine Schüler aufgrund ihrer Ziele einen Plan, damit jeder Schüler seine Ziele erreichen kann. Diese Planung ist eine der wichtigsten Aufgaben eines guten Gitarrenlehrers, der den Schüler ernst nimmt und wirklich weiterbringen will! Je früher Du selber damit beginnst, und je häufiger Du einen Plan erstellst und anpasst, desto einfacher wird es. Du musst jedoch einmal damit beginnen - jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür :)

3. Ich WILL !

Du hast Deinen Plan erstellt und in Betrieb genommen? Gut!! Jetzt heisst es: Mit aller Motivation („Ich erreiche mein Ziel“) und Kraft („Ich gebe nicht auf“) dran bleiben!

Falls Du Schwierigkeiten hast, selber einen Plan für die Erreichung Deiner Ziele zu erstellen, suche einen guten Gitarrenlehrer, erkläre ihm Deine Ziele und lass ihn für Dich einen Plan erstellen.

In meinem Artikel „Machst Du auf der Gitarre wenig Fortschritte?“ findest Du eine Checkliste für optimales Üben (=“Trainieren“). Sie hilft Dir, mehr aus Deiner Übungszeit herauszuholen.

Klare Ziele setzen --> eine Planung für die sichere Erreichung dieser Ziele erstellen --> dran bleiben... So kannst auch Du der Gitarrist werden, von dem Du immer geträumt hast :-)
 

(01.02.2010)
Hör auf zu denken – und Du schreibst mit der Gitarre interessantere Songs!
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch
 

Beim Komponieren von Songs und Gitarrensolos denken wir viel. Und je mehr Kenntnisse der Musiktheorie wir haben, desto mehr Dinge haben wir, über die wir beim Komponieren nachdenken können. Darum: Stoppe zwischendurch diesen Denkprozess und lass Deiner wahren Kreativität freien Lauf!

Wie das funktionieren soll?

Ich beschreibe Dir gleich zwei Methoden, mit denen Du Deine Kreativität aus der Reserve locken kannst. Spiel bei allen Methoden einfach drauflos, was gerade so kommt, Ton um Ton... und mach das jeweils mindestens für ein paar Minuten. Am Anfang hast Du möglicherweise wenig Ideen, aber spiel einfach immer weiter. Danach kommt häufig eine Phase, wo es langweilig wird (weil Du immer wieder dasselbe spielst), und spätestens nach 2-3 Minuten (wenn Du Dich zwingst, wirklich ununterbrochen einfach OHNE NACHZUDENKEN IRGEND-ETWAS zu spielen) kommen die ersten wirklich kreativien Ideen, dann wird es erst richtig interessant. Spiel weiter und Du wirst Melodien spielen, die Du noch nie so gespielt hast :-)

Ein Tipp, bevor Du gleich loslegst: Nimm alles auf, was Du während diesen Übungen spielst! Denn Du solltest Dir nachher alles anhören. Gewisse Teile sind kompletter Schrott, andere Teilen sind „Goldadern“. Darin kannst Du immer wieder ganz coole Melodieteile entdecken, die Du zum Beispiel in einem Song oder Solo verwenden könntest. Also: Nimm alles auf! An diese Melodien kannst Du Dich später sonst nicht mehr erinnern – und das wäre doch schade!

#1 Etwas für Verrückte: Suche sinnlose, unmögliche, gnadenlose... Melodien

Spiel die leere E-Saite und lass sie ausklingen. (Schlage sie zwischendurch immer wieder mal an, denn sie ist die Basis für unsere verrückten Melodien, die wir gleich finden werden!) Dann starte auf irgend einer der höheren Saiten in irgend einem Bund mit ein paar ersten Tönen, ohne dabei eine Tonleiter oder einen Fingersatz im Kopf zu haben. Spiel einfach weiter, und spiel vor allem so, wie Du sonst nie spielst! Spiel Melodien und Rhythmen, die Du sonst nie so spielst. Spiel wie ein Verrückter...

#2 Etwas für Träumer: Spiele einfach vor Dich hin

Du solltest an einem ruhigen Ort und ungestört sein. Schliess die Augen, schalte Deinen Geist ganz ab (Mein Trick: „Schaue“ mit Deinen geschlossen Augen von Innen auf die Stelle genau zwischen Deinen Augen!), atme langsam und tief, denk an nichts... schlage dann die tiefe E-Saite ein paar Mal an und lass sie lange ausklingen. Schlage sie ab und zu immer wieder an und spiele dabei einfach vor Dich hin... langsame Töne, kurze Melodien, die Dir einfach „einfallen“. Die tiefe E-Saite hilft, dass Deine Melodien einen Boden (Grundton) haben und die Töne richtig stimmungsvoll werden. Halte die Töne lange aus und fühle bei jedem Ton die unterschiedliche Spannung die entsteht, wenn dazu die tiefe E-Saite klingt.

Ich hoffe, das Experiment war für Dich interessant und Du hast viele spannende Melodien entdeckt :-) Nicht dass Du mich falsch verstehst: Kenntnisse aus der Musiktheorie sind zum Komponieren sehr(!) hilfreich. Und manchmal kommen wir auch gerade mithilfe der Musiktheorie auf ganz interessante Ideen und „Lösungen“ beim Komponieren. Es ist nur so, dass wir oftmals freier und kreativer komponieren können, wenn wir uns nicht mit theoretischen Dingen herumschlagen, um zum Beispiel den ultimativen Refrain zu finden ;-)

Und ebenso kann unsere über Jahre gewachsene Sammlung an Licks, Riffs, Akkorden, Tonleitern usw. mit Sicherheit bem Komponieren hilfreich sein. Aber auch hier gilt: Es kommen manchmal ganz unerwartete, viel coolere Resultate (Improvisationen, Solos, Songs,...) dabei raus, wenn wir gar nicht an bestimmte Licks, Riffs, Akkorde und Tonleitern denken, sondern einfach mal spielen... und dann hören, was passiert.

Das Abschalten des Kopfs kann ganz unerwartete Musik aus Deinem Innern hervorzaubern.
Let it happen!

 

(10.01.2010)
Du arbeitest an Deiner Spieltechnik
und spielst trotzdem schlechter!

Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com ~-~ www.schoolofmusic.ch
Während Gitarristen an ihrer Spieltechnik arbeiten kommt es häufig vor, dass sie glauben, sie spielen schlechter als vorher. Das ist nicht ungewöhnlich und gehört zum „Weg“ eines jeden Gitarristen...

Ich bin sicher, die folgende Geschichte kommt Dir bekannt vor:
  • Du bist mit Deiner Spieltechnik nicht zufrieden. Nehmen wir als konkretes Beispiel die Pickingtechnik.
  • Du suchst Dir irgendwo Hilfe, um Deine Spieltechnik zu verbessern, und beginnst zu üben...
  • Du merkst schon bald eine Veränderung in Deinem Gitarrenspiel – jedoch keine positive!
  • Du spielst schlechter also vorher!! Du kannst plötzlich nicht mehr so schnell spielen, Du triffst die Saiten nicht mehr so gut wie vorher, rhythmisch spielst Du nicht mehr ganz präzis...
Jetzt hast Du grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Entweder (1): Du beendest das Verbesserungsprogramm sofort und rettest, was zu retten ist: Zurück zur alten Spieltechnik, wo noch alles so gut geklappt hat...

Oder (2): Du gibst nicht auf und glaubst daran, dass sich diese „Investition“ in Deine Spieltechnik schliesslich doch lohnen wird.

Wenn Du den Ausweg (1) wählst, hast Du zwei Punkte gleichzeitig verloren, denn erstens hast Du bisher eingesetzte Übungszeit verschwendet und zweitens ist Deine Spieltechnik immer noch nicht besser als vorher.

Wählst Du hingegen den Weg (2), dann wirst Du feststellen, dass sich diese Investition bereits nach ein paar Wochen lohnt. Dann wirst Du feststellen, dass Du bereit bist für einen nächsten grossen Schritt! Und Du wirst den (Fort-)Schritt sicher machen. Jedoch nur, wenn Du durchhältst und dran bleibst!! Du wirst schneller, sauberer, rhythmisch präziser, mit mehr Power... spielen als vorher :)

~-~

Ich kann diese Geschichte sehr gut nachvollziehen, weil ich sie vor vielen Jahren selber so erlebt habe. Damals wollte ich meine Pickingtechnik massiv verbessern. Also habe ich mir zuerst mal einen Top-Gitarristen gesucht (er war mit dem Racer-X Gitarristen zusammen am GIT). Danach haben wir meine Pickingtechnik ziemlich radikal umgestellt (Handhaltung, Plektrumhaltung, Pickingbewegung). Und innerhalb weniger Wochen fühlte sich die neue Spieltechnik wieder natürlich an. Und ich konnte dank der verbesserten Hand- und Plektrumhaltung weitere Fortschritte machen. Und genauso erlebe ich es bei meinen Schülern: Wer daran glaubt und dran bleibt, erreicht sein Ziel :)

~-~

Die folgenden Punkte solltest Du beachten, wenn auch Du sicher ans Ziel kommen willst:

(a) Spiel möglichst konsequent nur noch mit der neuen, verbesserten Spieltechnik

Dazu empfehle ich Dir, einen Spiegel aufzustellen, damit Du Dich beim Üben sehen kannst. Mindestens Deine beiden Hände solltest Du gleichzeitig im Spiegel sehen können. Kontrollieren Dich immer und immer wieder beim Spielen und achte auf alle Details, auf die Haltung und auf die Spannungen im Körper, auf die Lockerheit der Finger, den Klang usw.

(b) Wähle für die Umstellung eine Zeit mit wenig Bandproben und Konzerten

Jede Bandprobe und jedes Konzert zwingt Dich, in der alten Spieltechnik zu spielen, weil Du noch nicht alle Songs/Teile mit der neuen Spieltechnik spielen kannst. Je häufiger Du noch in der alten (schlechteren) Spieltechnik spielst, desto länger ist der Weg. Ich habe damals mein eigenes „Verbesserungsprogramm“ direkt vor den Ferien begonnen, und während mehreren Wochen konsequent in der neuen Spieltechnik gespielt.

(c) Stell ein kurzes Übungsprogramm zusammen, um die neue Spieltechnik zu festigen

Nimm ein paar Basisübungen und eine Etüde (oder einen einfachen Song), um die veränderte Spieltechnik zu festigen, bevor Du alle Deine anderen Übungen und Songs wieder intensiv spielst.

Jede Umstellung der Technik benötigt ihre Zeit. Gib Dir die Zeit und freu Dich über Deine Fortschritte.

Wenn auch Du Deine Spieltechnik verbessern möchtest, um schneller, genauer und mit mehr Power zu spielen, melde Dich einfach bei mir (dan@dankeller.ch). Ich kann Dir zeigen, wie Du Dein Ziel, ein noch besserer Gitarrist zu werden, sicher erreichen kannst.

(05.12.2009)
7 Wege aus dem Frust
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch

 

Etwas, das jeder Gitarrist kennt und immer wieder kennenlernt: Frust

An sich nichts Schlimmes. Und es lässt sich auch kaum vermeiden, dass wir ab und zu frustriert sind über zuwenig Können, zuwenig Talent, zuwenig Geld, zuwenig Zeit, zuwenig Konzerte, zuwenig... oder nicht wissen, was du üben sollst, wie du optimal üben könntest, kein Fortschritt sichtbar ist... usw.

„Das ist ein Problem!“, sagen wir dann gerne.

Jedoch nicht der Frust an sich, sondern unser Umgang mit dem Frust ist das Problem! Wichtig ist, dass wir uns in Frust-Situationen nicht einfach von den negativen Gedanken treiben und runterziehen lassen, sondern die Situation auf positive Wege umleiten. Hier sind meine „7 Wege aus dem Frust“. Sie können Dir in frustrierenden Situationen helfen, wieder aufzustehen und weiterzumachen :-)

7 Wege aus dem Frust

 

1.

Aus jeder negativen Situation gibt es einen Ausweg. Das weiss zwar jeder von uns, nur verhalten wir uns nicht immer so. Mit negativen Gedanken tun wir uns keinen Gefallen, und es wird dadurch immer schwieriger, die Situation zu verbessern. Glaube fest daran, dass Du die negative Situation und den Frust überwinden kannst und wirst.

2.

Manchmal ist es besser, das Störende - zumindest vorübergehend - einfach ruhen zu lassen, und sich nicht endlos mit Fragen zu beschäftigen, warum die Situation jetzt so ist, oder warum etwas passiert ist. Mach Deinen Kopf frei für Veränderungen!

3.

Schau nach vorne und richte Deinen Blick auf Ziele und Lösungen, anstatt über das, was passiert ist, zu jammern. Erinnere Dich: Welches war (und ist sicher immer noch!) Dein Ziel, das Du erreichen willst? Erinnere Dich ganz genau: Wie hast Du Dich damals gefühlt, als Du Dir dieses Ziel vorgenommen hast? Du wolltest es unbedingt erreichen, und alles in Bewegung setzen, was dazu nötig ist! Und genau dieses Ziel liegt immer noch vor Dir, und Du kannst es erreichen. Aber nur dann, wenn Du nach vorne schaust!

4.

Spiel nicht das Opfer! Was sagst Du, Du bist nicht schuld an Deiner Situation? Freunde, Familie, Nachbarn, Staat... alle beeinflussen und steuern Dein Leben? Du kannst nicht viel dagegen tun? Wirklich? Du hast einen eigenen Willen und könntest (wenn Du genau darüber nachdenkst) die meisten Schritte in Deinem Leben entscheiden, und Du könntest vieles, was Dich stört, ändern. Aber Du tust es oft nicht, sondern siehst Dich lieber als Opfer. Das ist viel einfacher - aber hilft Dir überhaupt nicht weiter!

5.

Du und nur Du allein bist für Dein Leben verantwortlich. Übernimm die Verantwortung für Dein Leben und entscheide die wichtigen Schritte, um die Situation zu verbessern und Dich wieder auf den Weg zu bringen, damit Du Deine Ziele erreichen kannst!

6.

Analysiere genau, wer Deine hilfreichen Freunde sind und welche Familienmitglieder Dich auf Deinem Weg unterstützen. Suche den Kontakt zu motivierenden Menschen, diese geben Dir Kraft.
Halte negativ gesinnte und negativ denkende Menschen auf Distanz - sie nehmen Dir Kraft.

7.

Plane die Zukunft konkret und beantworte für Dich auf einem Blatt Papier diese Fragen:
- Was genau willst Du erreichen?
- Warum willst Du das erreichen?
- Bis wann willst Du das erreicht haben?
- Was ist notwendig, damit Du es erreichen kannst?
- Was ist der nächste ganz konkrete Schritt, den Du dazu machen musst?

--> Mach diesen Schritt - jetzt! - und plane danach den nächsten Schritt...


(09.11.2009)
Die 5 wichtigsten Punkte für ein Professionelles Vibrato
Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch

Vibrato ist nebst dem normalen Picking die wichtigste Spieltechnik, damit Deine Solos Power haben und professionell klingen.

Ich zeige Dir in meinem Video ganz detailliert, wie Du ein gutes Vibrato entwickeln kannst, oder Deine Vibrato-Technik weiter verbessern kannst!

Schau Dir das Video an: „Lerne Vibrato - verbessere Dein Vibrato!“ 

Das Video sagt mehr als 1000 Worte. Trotzdem habe ich für Dich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Checkliste Vibrato

 

1.

Das Zeigefinger-Gelenk, das den Zeigefinger mit der Hand verbindet, liegt an der Kante des Gitarrenhalses und bildet den Drehpunkt für die Rotation aus dem Handgelenk/Arm.

2.

Der Daumen drückt auf der Gegenseite des Zeigefingers seitlich an den Gitarrenhals (wie eine “Klemme”) und ermöglicht so, dass die Bewegung aus der Hand auch wirklich bis auf die Saiten wirkt. Nur dann wird das Vibrato gut hörbar sein. Sonst wird das Ganze eine “Wackelbewegung”, die fast nichts Hörbares bewirkt.

3.

Alle Finger, die keine Saite drücken, sind steif und drücken (als Unterstützung) seitlich leicht gegen denjenigen Finger, der die Saite drückt/vibriert.

4.

Die Bewegung der Tonhöhe soll regelmässig (wie eine Sinuskurve) sein, und nicht ruckartig wie eine Zick-zack Kurve

5.

Saiten dämpfen ist essentiell! Sonst wird der Vibrato-Ton durch aufschwingende Leersaiten und andere Störgeräusche abgewürgt.

 

Tipp: Oft ist es schöner, wenn das Vibrato nicht sofort beginnt, nachdem Du den Ton angeschlagen hast. --> Lass daher den Ton einen Moment stehen, bevor Du mit dem Vibrieren beginnst!

Schau Dir das Video an: „Lerne Vibrato - verbessere Dein Vibrato!“ 

Übrigens dauert es einige Jahre, bis Dein Vibrato so ist, dass Du damit zufrieden bist ;-)

 


(21.10.2009)
Findest du deine Gitarrensoli manchmal langweilig?

Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch
 

Da bist Du nicht alleine. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gitarristen ihre Solos zuerst ziemlich langweilig finden... und dann hart daran arbeiten, damit das Solo doch noch ein Kracher wird :-) Möglicherweise ist Dir in solchen Fällen jedoch gar nicht klar, wie Du Dein Solo verbessern könntest?!

Ich zeige Dir hier eine sehr einfache Methode (von vielen), die sich gut bewährt hat und die Du ohne besondere Kenntnisse sofort umsetzen kannst! Der erste Schritt besteht darin, dass Dir überhaupt klar wird, aus welchen Elementen Dein Solo besteht (weiter unten findest Du einige Beispiele von wichtigen Elementen eines Solos). Erst dann kannst Du beginnen, Dir über Verbesserungs-möglichkeiten dieser Elemente den Kopf zu zerbrechen.

Verbessere Dein Solo Schritt für Schritt:

Nimm ein bestimmtes Solo von Dir oder von Deinem "Guitar Hero" und durchlaufe die folgenden Schritte:
1.
Schreib auf, aus welchen Elementen Dein Solo besteht. Was kommt im Solo vor?
--> Liste der Elemente (unten findest Du eine Liste mit Beispielen)
2.
Hör Dir das Solo noch einmal genau an und ergänze Deine Liste um weitere Elemente, die Du im Solo entdeckt hast
3.
Hör Dir das Solo ein weiteres Mal an und überleg Dir diesmal: Welches sind die besten Passagen im Solo, und aus welchen Elementen bestehen sie? Wieso klingt diese Solo-Passage so gut? (Das geile Vibrato? Oder die coole Melodie, die so perfekt zum Akkord passt? Oder die besondere Rhythmik? Oder was ist es...?)
--> Schreib auf, welches die starken Elemente (Highlights) des Solos sind.
4.
Hör Dir das Solo noch einmal an und überleg, wie du diese Stärken (zum Beispiel: Vibrato, Emotion, Rhythmik,...) auf schwächere Passagen des Solos übertragen und diese schwachen Passagen dadurch verbessern könntest. (Zum Beispiel ein zittriges Vibrato stärker und schwungvoller spielen. Oder in einer langweiligen Melodie die Töne des momentanen Akkords mehr hervorheben. Oder die lasche Rhythmik präziser spielen. Oder...)
5.
Überarbeite Dein Solo, übe die neuen Teile und nimm das Solo dann nochmals auf.
Besser? ... Gut gemacht, gratuliere!! :-)

Hier als Idee eine Liste von Elementen, die Du möglicherweise in Deinem Solo verwendest, oder verwenden könntest:
Thema Elemente
Spieltechnik Vibrato, Bending, Slides, Hammer On, Pull Off, Tapping, Sweeping...
Tonleiter

Normale Stufentonleiter (Ionisch, Dorisch etc.), Pentatonik, Harmonisch Moll, Exotische Tonleitern (zum Beispiel eine coole Japanische Pentatonik)...

Melodie

Richtung(swechsel), Sprünge, Sequenzen, Muster, Wiederholungen, Chromatisch, ein-/mehrstimmig...

Rhythmik Notenlängen (gleiche, unterschiedliche), Triolen, Pausen, Synkopen...
Klang Pickup (Bridge, Neck), Amp-Kanal (Clean, Crunch, Lead), Effekte (Distortion, Wah)...
Dynamik Lautstärkeunterschiede, Dämpfen (gedämpfte und ausklingende Töne)...

OK, jetzt nimm eines Deiner Soli und entdecke, was Du noch zusätzlich herausholen kannst!
Good Luck :-)

Dan Keller ~-~ www.guitarschoolofmusic.com  ~-~ www.schoolofmusic.ch