Es ist aber nicht nur die Stadt aus England die rockt, sondern auch «Ride The Wave», das dank der Stimme von Nic und den fetten Gitarren von Leo Leoni und Freddy Scherer einen leichten Querverweis hin zu Deep Purple ans Tageslicht bringt. «Smiling In The Pouring Rain» ist eine typische Gotthard Ballade die, dank Nic und seiner unter die Haut gehenden Stimme, nicht zum Alltagsbrei wird. «SNAFU» besitzt für Gotthard schon fast AC/DC like Vibes, während das schmissig-rockige «Don't Miss The Call» zum Mitsingen einlädt. Diese EP macht Laune, und die Jungs gehen den eingeschlagenen Weg des letzten Studio-Werkes «Stereo Crush» konsequent weiter.
Mit «Mayday» rockt man in weniger als drei Minuten mit fetten Grooves, während das bekannte «Burning Bridges» die acht Tracks umfassende Scheibe sanft beschliesst. Auch wenn es noch immer sehr viele Steve Lee Fanatiker gibt, beweist Nic hierbei erneut, dass er ein sehr eingeständiger, stimmkräftiger sowie ausdrucksvoller Shouter ist, der die Lücke des Ursängers in meinen Augen locker schliessen kann. Coole Platte einer Truppe, die noch immer rockt, dabei nicht mit der Vergangenheit konkurrenzieren will und einfach auf eine unbeschwerte wie faszinierende Art Freude bereitet.
Tinu
