Harrowed fallen insofern etwas aus dem sonstigen Portfolio, weil Death Metal nicht gerade zu den Kern-Kompetenzen des Labels gehört. Dazu mischen die Schweden Punk und Heavy Metal Elemente, angereichert mit mächtigem Oldschool-Charme. Allerdings ist noch nicht alles Gold was glänzt: Während der Opener «Bayonet» mit geilen, eingängigen Riffs überzeugt und «The Haunter» fast schon Doom Metal zelebriert, macht sich mit der Zeit eine gewisse Eintönigkeit breit. Das mag zum einen an den heiseren Growls von Adam Lindmark liegen.
Zum anderen aber auch daran, dass mit «Ultra Terrene Phantasmagoria» und «The Reins» nur durchschnittliches Material dabei ist (Kategorie: Schon x-mal gehört…). So richtig packend ist für mich dieser Erstling also nicht, was aber Fans von kauzigem Death Metal mit Punk Attitude nicht davon abhalten sollte, hier mal ein Ohr zu riskieren. Trotzdem sollte das Essener Label vielleicht etwas von der Maxime "Quantität vor Qualität" abkommen, da eine gewisse Sättigung und Überflutung mit Releases wie «The Eternal Hunger» durchaus auch negativ sein kann.
Rönu