Obwohl die Band ihre Anfänge im Stoner Rock hatte, lehnt sich dieses Album stark an die Energie des Punk an. Die Songs kommen schnell und hart daher, voller verzerrter Riffs, treibender Drums und Hooks, die sofort im Ohr hängenbleiben. Das Album ist roh, ohne schlampig zu sein – es klingt eher wie eine chaotische Live-Show als wie eine ausgefeilte Studio-Produktion. Die Gitarren bleiben heavy, bremsen das Tempo aber nie aus; das Schlagzeug hält alles straff und drängend; der Gesang bewegt sich zwischen rauen Shouts und eingängigen Melodien.
Hier und da gibt es härtere Anklänge, die jedoch nur die Kanten schärfen, ohne den Kern zu verändern. Und ehrlich gesagt ist das die Art von Musik, die zu einer bestimmten Stimmung passt. Zu der, in der man einfach wütend ist. Wütend darüber, dass Timmy, der Wal, wohl nicht gerettet werden kann. Wütend darüber, dass Teile der Welt sich so chaotisch, laut und ausser Kontrolle anfühlen. Dieses Album behebt nichts davon, aber es kanalisiert diese Gefühle. Falls du es letztes Jahr verpasst hast, ist die Vinyl-Veröffentlichung der perfekte Zeitpunkt, um einzusteigen. Das ist Musik, um alles rauszulassen, nicht um es in sich hineinzufressen.
Lukas R.