Das lieg einerseits an der powervollen Rhythmussektion mit Michael Devin (Bass, ehemals Whitesnake) und Tommy Clufetos (Drums, ehemals Black Sabbath und ehemals Ozzy). Ein Duo, das einen gnadenlos geilen Takt vorgibt, auf dem sich die beiden Gitarristen David Lowy (Bandgründer) und Doug Aldrich (ehemals Dio, ehemals Whitesnake, ehemals Bad Moon Rising) nach Lust und mit Gefühl austoben können. Hört euch nur das Schlusssolo von Doug bei «Long Way To Go» an. Groovende Parts hört man bei «Rise Up», oder «Bustle And Flow», während «Light’em Up», «I Wanna Be Your Bitch» und «I’m Gonna Ride» die fetzigeren Tracks sind.
Es ist die einmal mehr lockere, freundliche und souveräne Art von Sänger John Corabi, der das Publikum von der ersten Sekunde an im Griff hat. Dabei dürfen die Cover Versionen nicht fehlen. «Helter Skelter» (Beatles), «Fortunate Son» (CCR) und das grandiose «Midnight Moses» (Alex Harvey) erklingen gewohnt mit viel Schmackes. Die «Plus Five» Songs (alles Livetracks) bestehen unter anderem aus «Unspoken», «Black Betty» mit (Mundharmonika) und «Get A Haircut».
«Live Plus Five» ist eine Scheibe geworden, die jeden Hard und Blues Rock Fan begeistern wird. Die Jungs verstehen es die Tracks sehr authentisch zu spielen und lassen dabei immer ganz viel Spass aus den Instrumenten fliessen. Hier sind Vollblutmusiker am Werk, die noch wissen, wie man das Eisen schmieden muss, um das Publikum zu begeistern. Wer einen Shouter wie Mister Coraby in den eigenen Reihen hat, wird nur gewinnen können und so bleibt nach 19 Songs nur ein Fazit: Ganz grosses Kino.
Tinu