Nimmt man die Schnittmenge, erhält man einen ziemlich guten Anhaltspunkt wie Venthiax klingen. «Rites Of Ra» ist bereits die zweite EP, daneben hat man bereits zwei Live-Mitschnitte in Eigenregie veröffentlicht, was ziemlich einzigartig sein dürfen. Alte Schule ist dabei nicht nur die Musik, auch die Produktion ist eigentlich nicht mehr up to date. Das furiose Instrumental «Warfare» gibt die Richtung vor, denn der Titeltrack geht ab wie ein tollwütiges Tier. Sänger Emil Stimme ist ebenso brutal wie die messerscharfen Riffs von Viggo.
«Infernal Demise» geht in Sachen Tempo keinen Deut vom Gas, und der nächste Song hält was der Name verspricht, nämlich «Speed Metal Mayhem». Wer abwechslungsreiche, innovative oder gar bahnbrechende Songs erwartet, wird enttäuscht sein. Das hier sind einfach zwanzig Minuten Hochgeschwindigkeits-Thrash mit schwarz angehauchten Vocals. Das wird seine Liebhaber finden, aber – so ehrlich muss man sein – da gibt es in Sachen Thrash doch dutzende an besseren Bands auf dem Markt. Einen gewissen Charme kann man «Rites Of Ra» aber definitiv nicht absprechen.
Rönu
