Donnerstag, 13. Mai 2021

Metal Factory since 1999

LP/CD-Reviews (560)

Die Truppe aus Stockholm um den Gitarristen Thomas Wolf, der die Band bereits 1995 aus der Taufe gehoben hat, liess die Aufnahmen des sechsten und bisher letzten Studio-Albums «Rising Symphony» von 2003 remastern und möchte damit wohl, nach fast zwei Dekaden "Ruhe", die Band wieder ins Gespräch bringen.

VIKING – Do Or Die (Re-Release)

Donnerstag, 13. Mai 2021
High Roller Records hauen im Moment einiges auf dem Vinyl-Markt, um die alten Fans und mögliche neue von der Qualität der alten Bands zu überzeugen. Die Demos mit Destruction sind eine tolle Geschichte, aber die Amis von Viking…, es muss einem ja nicht alles gefallen, oder?
Mit dem zweiten Album «Man Of Straw», das 1989 ein Jahr nach dem Debüt erschien, wollten Viking gleich nachlegen.
Die schwedischen Heavy Metaller Mindless Sinner betreiben mit «Turn On The Power» Geschichtsunterricht. Nur so ist dieses Album auch richtig anzuhören.

SONIC HAVEN – Vagabond

Mittwoch, 12. Mai 2021
Die neue Truppe von Herbie Langhans bietet feinen Heavy Rock, bei dem der Sänger, Songwriter und Produzent wie David Reece in seinen alten Accept-Zeiten singt.

OSIAH – Loss

Mittwoch, 12. Mai 2021
Aus dem United Kingdom, Sunderland, Tyne And Wear, England stammt dieses Five-Pack namens Osiah, welches seit 2012 seine Unarten im technischen Deathcore in den Nebelschwaden verbreitet und mit «Loss» bereits den dritten Longplayer, nebst einer EP und drei Singles, veröffentlicht.
Wenn in unseren Breitengraden, speziell bei unserem nördlich gelegenen Nachbar Deutschland, die Rede von einer oder besser "der" Metal-Queen ist, fällt überwiegend und auch zurecht der Name Doro Pesch (Ex-Warlock). Dabei darf aber keinesfalls Jutta Weinhold (73) vergessen werden, die nach wie vor abliefert, und wie!
Hinter Brian Island steckt eigentlich Brian Cowieson, ein kanadischer Bassist und Sänger. Er macht Musik mit diversen Bands und schreibt auch Songs für andere Musiker.

S A R R A M – Albero

Dienstag, 11. Mai 2021
Es erreichen uns ja des Öfteren Veröffentlichungen, deren Metal Factory-Kompatibilität zumindest diskutabel ist. Im Falle von «Albero» (It. Baum) bin ich mir allerdings schon beinahe sicher, dass dieser Output einen sehr schweren Stand unter unserer Leserschaft haben wird.
Dies ist das sechste und letzte Album der Wiederveröffentlichungs Serie der Proggies aus den 70ern, erschienen 1979. Bei diesem letzten Werk der Norweger kehrte Sängerin Gundy Aspaas zurück zur Band.
Die amerikanische Band Kardashev, die sich nach dem gleichnamigen russischen Astrophysiker benannt hat, legt eine EP namens «The Baring Of Shadows» auf den Gabentisch.
Ritual wurden 1973 in London gegründet und gelten insgeheim als die Erfinder des Okkult-Metals. Was man beim Anhören der Tracks von «Valley Of The Kings» durchaus nachvollziehen kann. Denn neben den typischen "New Wave Of British Heavy Metal" Einflüssen, sind es die akustischen Momente, welche den Tracks einen ziemlich unheilvollen Anstrich verleihen.
Die hohe Dichte an originellen dänischen Newcomern reisst seit einiger Zeit nicht mehr ab. Dennoch schliesst diese Tatsache nicht aus, dass auch konventionellere Combos wie Ghost Iris durchsickern.
Nach der letztes Jahr veröffentlichten Single mit den Covers von «The Lion's Roar» und «Life's Been Good» erscheint nun wieder ein full-lenght Album, das inzwischen Siebte der Bandgeschichte.
Lassen wir wieder mal südamerikanisches Blut fliessen, die Blutgerinnsel entstehen und entfachen. 2017 entstanden In Asymmetry in Concepción, Bio Bio, Chile wie der Phoenix aus der Asche. Eine 4er-Combo, welche sich dem technischen, brutalen Death Metal verschrieben hat und diesem in erstaunlich hervorragender Produktion auch sehr gerecht wird.

STEEL FOX – Red Snow

Montag, 10. Mai 2021
Wer Alben aushält, die 41 Minuten lang "durchbrettern", darf hier gerne weiter lesen. Alle anderen erfreuen sich an den ersten zwei bis drei Liedern der Brasilianer und wechseln dann zu einer anderen Band.
«Motörhead meets Tesla», so könnte man das Album von Trucker Diablo umschreiben. Das zumindest verkündet «BTKOR» («Big Trucks Keep On Rolling») als Opener.
Die Schweden starten mit einem starken, verspielten Prog Rock Song in das neue Album. Der abwechselnde Gesang von Jan Johansen und Sängerin Annica Svensson tut den Songs gut und sorgt für die nötige Abwechslung.
Die tschechische Band Inferno ist schon eine ganze Weile mit dabei und bleibt auch mit dem neuen Album «Paradeigma (Phosphenes Of Aphotic Eternity)» dem Black Metal treu.
Diese schmucke Doppel-LP (auch als Download erhältlich) ist der Nachruf auf einen stillen, unbesungenen Helden des amerikanischen Doom Metal. Am 10. Januar 2018 verstarb der Gitarrist Alfred Morris III infolge seiner Diabeteserkrankung im Alter von 60 Jahren. Zurückgelassen hat er uns nebst etlichen Demos und selbstproduzierten EPs auch eine Handvoll Alben, von denen mir insbesondere das letzte, namentlich «South Of The Earth», am Herzen liegt.
Es fällt schwer, dem Corona-Virus überhaupt etwas Positives abgewinnen zu können, was letztlich aber dennoch eine Frage des Blickwinkels ist. Die beschleunigte Digitalisierung als Folge davon ist das eine, und das andere ist ein überaus "opferdurchtränkter Gewinn" für uns Metalheads. Die gebeutelten Bands sehen das freilich anders, haben aber keine andere Wahl.
Robin McAuley gehört für mich noch immer zu den besten Sängern auf diesem Planeten. Dies hat er auch eindrücklich bei den letzten Michael Schenker Fest-Auftritten und Studioalben unter Beweis gestellt.
Auch wenn die Bandbio von Musik für Freunde von Iron Maiden, Judas Priest, Accept und Armored Saint spricht, kommen mir beim Anhören des Openers «Hangover Rider» als Erstes Grave Digger in den Sinn.
In Vermont (U.S.A.) erblickte 2016 diese sludgige, droneige, doomige und leicht deathige Masse der Langsamigkeit als 2-Mann-Band das Leuchten der Lavaströme und präsentiert mit «Bury Me Beneath This Rotting Earth» den dritten Longplayer, analog einem Vulkanausbruch, zähflüssig, heiss und gefährlich in Düsterheit umhüllt.

ARTILLERY – X

Freitag, 07. Mai 2021
Gehen wir zurück zu den Anfangstagen des Thrash Metals. Da war die Bay Area, welche der kompletten Szene Atem und Leben einhauchte. Die Jungs dort machten grundsätzlich nichts anderes, als ihre Riffs und Soli schneller als ihre Vorbilder zu spielen, die da waren Iron Maiden, Judas Priest, Saxon, Raven und UFO.
Geschrieben wird das Jahr 2019, als sich fünf Freunde zusammen taten, genauer in Mc Allen, Texas, U.S. of A., und beschlossen, dem thrashigen Death-Metal zu frönen. Gesagt, getan. Wir schreiben das Jahr 2021 und halten demzufolge den Erstling, das Debüt-Album besagten Gedankensprunges im Jahre 2019 namens «Pulled From The Pit» mit acht Tracks in den Händen.
Mit Seth melden sich wahre Pioniere der französischen Black Metal Szene mal wieder zu Wort und fackeln mit ihrem unheiligen Sound so ziemlich alles ab, was ihnen in die Quere kommt. Da passt das Cover mit dem Brand der Notre Dame-Kathedrale von 2019 natürlich wie die Faust aufs Auge.
Kayak wurden 1972 in Holland, respektive Hilversum von Keyboarder Ton Sherpenzeel gegründet. Und dieser ist auch noch das einzige verbliebene Original-Mitglied. Unterstützt wird er hier unter anderem von Kristoffer Gildenlöw am Bass und Gesang.
Die Überschrift in der offiziellen Presse-Info lautet: "Gegen jede Chance - dem Schicksal zum Trotz!" Wie wahr, denn die Geschichte von Witchbound geht einher mit der von Stormwitch. Im Zentrum steht dabei das tragische Ableben der Gitarristen Harald "Lee Tarot" Spengler (2013) und Martin Winkler (2019).

FARCRY – Balance

Donnerstag, 06. Mai 2021
Die Geschichte der Melodic Band FarCry aus dem Nordosten der USA reicht bis ins (Gründungs-) Jahr 2006 zurück. 2009 wurde das Debüt «High Gear» veröffentlicht, zwei Jahre später der Nachfolger «Optimism». Beide Alben stiessen zwar auf Wohlwollen der Genre Fans, konnten aber keine grosse Welle verursachen.
So, mit House By The Cemetery haben wir ein Original aus Schweden, das, wen wunderts, dem deathigen Konstrukt à la Entombed und Dismember frönt. Zusammengesetzt zocken hier Rogga Johansson und Matthias Fiebig (Paganizer) sowie der gute Mike Hubrovcak (Monstrosity) unter dem Pseudonym House By The Cemetary und veröffentlichen mit «Rise Of The Rotten» das Debüt-Album mit neun Tracks.

KIBERSPASSK – Sea Bear

Donnerstag, 06. Mai 2021
Aus den Tiefen Russlands erklingt düstere Musik. Harter Electro, zusammengeführt mit einer absolut ausgeklügelten Gesangsmischung bekommt man zu hören. Ob es nun rauer Sprechgesang ist, glockenklarer Gesang oder dann mongolischer Kehlkopfgesang, eins ist sicher, es fährt unter die Haut.

DOMKRAFT – Seeds

Mittwoch, 05. Mai 2021
Aus Stockholm, Sverige, stammt dieses Trio namens Domkraft und zelebriert mit «Seeds» das dritte full-length Studioalbum mit sieben Tracks. Ohkeh, umschrieben wird ihr Sound mit "Psychedelic Sludge Metal". Yep, psychedelisch ist der Sound. Sludge Metal ist auch die tragende Rolle, nebst Alternative und doomigen Momenten. Geht auch noch was à la Krautrock? Yep.

WARISH – Next To Pay

Mittwoch, 05. Mai 2021
Hmm..., joa doch, also generell kann man die Chose als Punk Rock bezeichnen. Da haben wir die eingängigen, repetitiven Riffs, das aggressive Drumming, plus ein Sänger, der gerne mal ins Mikro schreit, mit derb viel Verzerrung und Hall drin - man könnte meinen, der gute Brian Warner hätte damals nicht auf die Goth/Industrial-Schiene gesetzt.
Kent Engströn gründete die Band 2014 und holte sich den ehemaligen Malmsteen Sänger Göran Edman mit ins Boot. Musikalisch tobt man sich aus im Bereich Blues Rock und Hard Rock.
Aus Norwegen kommt das Trio Nekromantheo. Die Jungs haben sich dem Thrash Metal verschrieben, wie ihn Sodom und Kreator zu ihren Anfangstagen zelebrierten. Bedeutet: Gebolze mit feinen Gitarrensoli, die von einer bösen Stimme begleitet werden.
Seit 2009 gehören Ninkharsag zur britischen Black Metal Szene und präsentieren, mit stolzer Brust, ihr zweites Album «The Dread March Of Solemn Gods».
Die 1981 in Schweden gegründete Truppe tritt wieder aus dem Schattendasein hervor. Nachdem zwischen 1982 und 1985 drei Alben und zwei EPs veröffentlicht wurden, meldet sich das Quintett mit schnörkellosen, auf den Gitarren aufgebauten, zehn neuen Liedern an der Metal-Front zurück.
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