Die acht Songs starke Platte beginnt mit dem melancholischen Intro von «Devouring The Past», das schnell von einer wütenden, aber doch melodischen Verzerrung überlagert wird. Die hörbare Intensität und Gewalt des kraftvollen Blackened Death Metals, begleitet von viszeralen Schreien, zeigt deutlich, was von diesem Album erwartet werden darf. Während sich die Rhythmus-Gruppe weiter zu dunkleren und pessimistischeren Tönen hinreissen lässt, sorgen eindringliche Leads dafür, dass das bösartige Fundament nicht komplett in die Unterwelt abtaucht.
«Shining Amidst The Lights» hat seinen Fokus stark auf die schwedischen Oldschool-Klänge gelegt, und reisst einen damit von allen Seiten in seinen Bann, bevor es mit dem Akustik-Track «Smells Like Dead Autumn Fire» in eine kurze Verschnaufpause geht. «Black Flame Reviver» startet dann ganz heavy-unlike mit einem Saxophon-Intro, bevor der Blast Beat die Rhythmus-Gruppe wieder dominieren lässt. Mit «De Feu Et De Cendre» findet sich auch ein französischer Titel im Repertoire des Trios, das mit einer beunruhigenden Sanftheit beginnt und dann in fast verspielte Obertöne übergeht, was erneut den Kontrast zur Gesamt-Atmosphäre verstärkt, die schwer bleibt, bis hin zu den letzten gespenstischen Tönen.
Der Rausschmeisser «Peregrination Towards Childhood Memories» schliesst das Album mit durchdringenden Obertönen und markanten Gesangs-Parts ab. Obwohl der Schöpfer von Apolaustic keineswegs ein Unbekannter ist, zeigt er doch eine erstaunlich starke Verwurzelung und bereits fest etablierte Identität in seinem Tun. «No Plenitude Without Suffering» wird vermutlich besonders Fans der schwedischen Szene stark begeistern, da die Melodien ständig zwischen Black und Death Metal hin- und herwechseln.
Oliver H.
