Schon die ersten Songs fahren mit rasiermesserscharfen Riffs und einem enormen Tempo auf. Die Gitarren arbeiten sich kompromisslos durch die Tracks, während das Schlagzeug beinahe pausenlos nach vorne peitscht. Besonders auffällig ist dabei die rohe Energie, die sich durch das gesamte Album zieht. «Exuvia» klingt wie eine Band, die sich im Proberaum gegenseitig bis ans Limit getrieben hat. Frontfrau Rachel Aspe sorgt zusätzlich dafür, dass das Album aus der Masse heraussticht. Ihre Vocals bewegen sich irgendwo zwischen Hardcore-Attacke, Thrash-Wut und beinahe hysterischer Eskalation.
Genau diese Mischung verleiht den Songs ihre eigene Dynamik. Gleichzeitig setzt die Band immer wieder auf groovige Midtempo-Passagen, die den Songs etwas mehr Gewicht verleihen und verhindern, dass alles in purer Geschwindigkeit untergeht. Produktionstechnisch klingt das Ganze modern und massiv, ohne komplett steril zu wirken. Die Songs besitzen genügend Dreck und Aggression, damit der Hardcore-Einschlag glaubwürdig bleibt. Vor allem live dürften viele dieser Tracks enormes Eskalations-Potenzial besitzen.
Natürlich ist «Exuvia» kein Album für entspannte Nebenbeihörer. Die Platte fordert Aufmerksamkeit und setzt auf Konfrontation statt Eingängigkeit. Genau darin liegt aber auch ihre Stärke. Cage Fight schaffen es, rohe Gewalt mit technischem Können und modernen Metal-Elementen zu verbinden, ohne dabei ihre Härte zu verlieren. Unterm Strich ist «Exuvia» ein intensives, kompromissloses Brett geworden, das Fans von Hardcore, Thrash und modernem Extreme Metal ordentlich Stoff liefert. Laut, aggressiv und voller Energie.
Roxx