Stilistisch dürften sich Fans von In Solitude, The Night Eternal oder Manilla Road angesprochen fühlen. Der recht kauzige, melancholische Metal lässt dabei auch die eine oder andere progressive Schlagseite zu. Der flotte Opener «Dwell Of A Stellar Trance», das episch-orientalisch angehauchte «Hollow Curtain» oder auch der Longtrack «Age Ethereal» wissen zu gefallen, aber es sei auch gesagt, dass man vergebens auf Ohrwürmer und schmissige Refrains wartet.
Die Balladen «Empyrean Liturgy» und «Alioth» zeigen ein wenig das Dilemma der Band auf, denn die Songs sind zu sehr in die Länge gezogen, weshalb nach der Hälfte die Versuchung gross ist, zum nächsten Track zu springen. Gute Ansätze sind aber immer wieder zu hören, weshalb man sich «Divine Spear» ruhig mal anhören sollte. Der (erhoffte?) grosse Wurf ist das zweite Album der Nordlichter allerdings nicht geworden.
Rönu
