Das Album bewegt sich in einem für Funeral Doom typischen, bedächtigen Tempo. Dichte Gitarren-Riffs und lange, anhaltende Akkorde erzeugen eine drückende Atmosphäre, während die Rhythmus-Gruppe alles in einem langsamen Tempo hält. Anstatt sich auf konstante Schwere zu konzentrieren, setzt die Band auf Stimmung und Raum. Melodische Leads und Keyboard-Layers verleihen dem gesamten Werk einen traurigen Ton. Bemerkenswert ist der Einsatz zusätzlicher Instrumente wie Dudelsäcke und Flöten.
Diese werden sparsam, aber effektiv eingesetzt und verleihen einigen Passagen einen düsteren, beinah zeremoniellen Charakter. Gesanglich dominieren tiefe Growls, die gelegentlich durch gesprochene Passagen kontrastiert werden. Diese verleihen den Songs einen narrativen Touch. Tracks wie «Another Night In Pain» und «All That Has Withered» unterstreichen die Stärke der Band, langsame, bedrückende Atmosphären aufzubauen. «Fading Memories» ist einer der melodischeren Momente dieses Longplayers.
Der abschliessende Titeltrack hinterlässt den stärksten Eindruck und vereint die schweren Riffs und düsteren Melodien des Albums. «The Raven Cries One Last Time» wird vor allem Zuhörer ansprechen, die die langsamere und atmosphärischere Seite des Doom Metal mögen. Fans von Bands wie My Dying Bride oder Swallow The Sun werden sich hier wohlfühlen. Es ist kein Album zum schnellen Anhören, aber für Liebhaber dunklen, melancholischen Metals ist es eine solide und fokussierte Veröffentlichung. Stimmung ja, Innovation eher weniger.
Lukas R.