Hört man sich «Wicked Temptations» an, wird gewahr, dass die Jungs sicherlich ihre Wurzeln bei Hardcore Superstar haben, aber auch Def Leppard ihren Stempel aufdrücken und die Muttermilch von Crashdïet (den alten) dabei ist. Das noch immer hervorstechende Argument bei Confess ist, wenn die Combo mit langsamen Parts startet, die sich in eine wilde Sleaze-Orgien entfalten (Titelsong). Wunderschön hört sich die akustische Ballade «Beat Of My Heart» an, welche vom Double-Bass-Drum-Klopfer «Pursuit Of The Jenny Haniver» abgelöst wird.
Die Truppe ist dann am stärksten, wenn sie mit ihren Midtempo-Riffmonsters («The Other Side») losrockt. Man darf durchaus behaupten, dass der Fünfer aktuell am abwechslungsreichsten unterwegs ist, denn an einen solch mächtigen Speed-Bolzen wie es «Running To My Death» (mit knackigem, gebremstem Mittelteil) ist, kann ich mich bei den Schweden nicht erinnern. Etwas überraschend kommt «Silvermalen» ums Eck, das mit sanften Momenten startet, die sich steigern, und sich durch mönchsgleiche Chöre abhebt. Confess beweisen mit «Metalmorphosis», dass sie gegenwärtig zu den besten und ausdruckvollsten Sleaze- oder doch Metal-, wahrscheinlich eher Rock-Bands gehören.
Tinu