Dieses Album mit 24 Stücken begann vor mehr als einem Jahrzehnt als vage Vision. Es existierte in Devin Townsends Hinterkopf als sein Lebenswerk. Dann, vor etwa sechs Jahren, nach einem Akustik-Konzert in Amsterdam, wurde Townsend vom Leiter des nordniederländischen Orchesters und Chors kontaktiert, der ihm ein Angebot unterbreitete: Devins umfangreiche Diskographie mit Orchester zu bereichern. Wie so oft, ist auch «The Moth» kein leicht verdaulicher Stoff. Hört man sich Songs wie «War Beyond The Words» an, versteht man, was ich meine.
Das orchestrale Album, das teilweise mit Musical-Charakter oder mal mit einem eher sekundären Metal-Einfluss daherkommt, klingt gross und mächtig, natürlich begünstigt durch das niederländische Orchester. Man höre sich da nur mal den Titelsong an. Die 24 Tracks wirken allerdings oft etwas willkürlich zusammengemixt, und dadurch braucht es viel Zeit, alles zu verstehen wie zu verarbeiten. Aber von Devin ist man ja meistens nichts anderes gewohnt. Unterstützung bekommt der Meister von Steve Vai und der wunderbaren Anneke Van Giersbergen, die unter anderem beim 8-minütigen «Covered By Causes» eine klasse Darbietung liefert.
Die Symbiose zwischen Orchester, fetten Chören und Gitarren, so wie dies bei «Orion» zelebriert wird, ist schon beachtlich. Hinter «The Moth» steckt auf jeden Fall viel Arbeit und Herzblut des Ausnahme-Künstlers. Da ist dem Kanadier mit dem "North Netherlands Ochestra & Choir" ein wirklich grossartiges, mächtiges Stück Musik gelungen. Nicht nur für Fans von Devin Townsend interessant.
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