Ein äusserst positives Beispiel sind TORIAN aus Paderborn, welche mit ihrem fünften Album eindrucksvoll beweisen, dass Keyboards und Gitarre eine mächtige Soundwand aufbauen können, ohne gleich klebrig süss zu klingen. Double-Bass Drum-Attacken wie bei «Soul Vampires», «Warpriest» oder «Sent To Hell» sind bei den Paderborner keine Ausnahme. Daneben sorgen die Keyboard-Teppiche für den nötigen Bombast und der nötigen Portion Melodie. Das Gespür für einprägsame Refrains («Iron Hammer» oder «Sons Of The Damned») ist ebenso ausgeprägt, wie die gut platzierten Power Metal typischen Chöre.
Mit "Lost Legion" findet das Album seinen thematischen Kern und zeigt dabei auf, dass Torian die Balance zwischen technischem Anspruch und Mitsing-Hymnen meisterhaft beherrschen. Ausserdem ist die Steigerung der Band seit dem durchwachsenen Debüt «Dreams Under Ice» eindrucksvoll. Ein rundum gelungenes Werk für Fans von kraftvollem, modernem Power Metal! Die Produktion ist modern wie fett und passt somit zum bombastischen Sound der Deutschen. Wer Bloodbound, Brainstorm oder Orden Ogan mag, kommt an Torian, respektive ihrem Werk «The Lost Legion Rising» nicht vorbei.
Rönu