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Endlich! Seit ich IRON KOBRA am "Trveheim Festival" live gesehen habe, bin ich Fan der Truppe aus Gelsenkirchen. Die Jungs atmen den Ruhrpott-Metal der Achtziger, davon zeugt schon das Cover der Single «Kerker & Drachen» aus dem Jahr 2018.
Diesmal haben sie sich allerdings schon extrem viel Zeit gelassen, denn das letzte Studio-Album liegt unglaubliche elf Jahre zurück. Da wird sich doch einiges angestaut haben oder? Tatsächlich startet man mit dem Opener «Trembling Dungeons» furios. Ein klassischer Speed Metal Opener, der mit rasanten Riffs und peitschendem Schlagzeug sofort klarstellt, dass die Band nichts an Aggression verloren hat.
Mit «Fliehen» hat man auch diesmal einen Song mit deutschen Texten an Bord. Doch die Band holt erst noch zum grossen Schlag aus. «Shibuya Nights» ist ein extrem eingängiger Midtempo-Rocker, der stark an die britische Schule der frühen 80er erinnert. Die Melodieführung der Gitarren brennt sich einem sofort ins Gedächtnis. «Unchained & Untamed» ist zwar ebenfalls eingängig, aber in Sachen Tempo im Stil eines ICE unterwegs. Das abschliessende «Mountains Of Madness» könnte hingegen auch aus der Feder von Manilla Road oder Cirith Ungol stammen.
«Eternal Dagger» ist ein absoluter Pflichtkauf für Traditionalisten. Iron Kobra schaffen das Kunststück, nostalgischen Oldschool-Vibe mit modernem Druck und exzellentem Songwriting zu verbinden. Ein bärenstarkes Comeback, das die Band eigentlich in die erweiterte Spitzengruppe des deutschsprachigen Underground-Metals katapultieren sollte.
Rönu