Freitag, 20. Februar 2026

Metal Factory since 1999

LP/CD-Reviews (5635)

Nach 18 Jahren ohne Album melden sich die Crossover-Pioniere Clawfinger lautstark zurück. «Before We All Die», so der nach Weltuntergang oder Bucketlist klingende Titel der Platte, wird über Perception vertrieben und ist laut, wütend, düster-humorvoll und vor allem brutal ehrlich.

DAIDALOS - Dante

Freitag, 20. Februar 2026
Mit «Dante» verwandelt Tobias Püschner seine Ein-Mann-Vision Daidalos in etwas, das einer inszenierten Reise gleicht. Es handelt sich nicht einfach um eine Sammlung von Songs, die von ‘Die Göttliche Komödie’ inspiriert sind, sondern eher um eine geführte Reise. Senke die Nadel auf das Vinyl, und du befindest dich nicht mehr ausserhalb der Geschichte, sondern wandelst an der Seite Dantes selbst in die Untiefen.

CONVERGE - Love Is Not Enough

Freitag, 20. Februar 2026
Nein, eigentlich ist es fast unmöglich, dass Converge im 35. Jahr, mit dem elften Album, eines der besten Alben ihrer Karriere abliefern. Und doch: «Love Is Not Enough» könnte das Highlight ihrer jahrzehntelangen Reise durch den Mikrokosmos von Punk, Hardcore und Metal sein. Was Sänger Jacob Bannon, Gitarrist Kurt Ballou, Bassist Nate Newton und Schlagzeuger Ben Koller geschaffen haben, ist ein eindringliches künstlerisches Statement über die Turbulenzen des Lebens, das ihre kollektiven Stärken bis zur Perfektion verfeinert.

HOAXED – Death Knocks

Donnerstag, 19. Februar 2026
Drei Ladies aus Portland, Oregon, spielen sich mit einer etwas eigenwilligen Mischung durch die Lautsprecher. Eigenwillig sind HOAXED deshalb, weil es nicht klar definiert werden kann, was nun treibende Kraft sein soll - ist es Dark Rock? Nee, zu heftig, aber die Anleihen stimmen. Heavy Rock? Auch nicht, zu düster, beinahe schon atmosphärisch, singt man sich durch die Tracks hindurch

KARNIVOOL – In Verses

Donnerstag, 19. Februar 2026
KARNIVOOL, als Quintett aus Australien, kommen hier mit seinem neuen Longplayer «In Verses» um die Ecke. Schon beim ersten Song «Ghost» donnern die fetten, tiefergestimmten Gitarren aus den Boxen. Unterstützt von der starken Stimme von Ian Kenny, der es versteht, den Song mit einer starken Melodie zu ergänzen.

THE HIRSCH EFFEKT – Der Brauch

Donnerstag, 19. Februar 2026
Mit «Der Brauch» liefern THE HIRSCH EFFEKT ein Album, das von Anfang bis Ende lebendig und unvorhersehbar wirkt. Das Album umfasst neun sehr unterschiedliche Tracks, die den unermüdlichen Drang der Band widerspiegeln, ihren Sound über einfache Klassifizierungen hinaus zu erweitern, für mich ab und an zu weit, zu strange.

FROZEN OCEAN – Askdrömmar

Mittwoch, 18. Februar 2026
Nach langer Stille kehren FROZEN OCEAN mit «Askdrömmar» zurück. Das Album fühlt sich wie eine eine nächtliche Reise durch eine fremde Stadt an. Die langjährige Mischung aus depressivem Rock und atmosphärischem Black Metal von Vaarwel bildet nach wie vor die Grundlage, doch hier wurde sie zu etwas Fokussierterem zusammengefasst; mir kommen Beschreibungen wie sinnlich, umschliessend, raumgreifend, atmosphärisch in den Kopf.
URNE, die dreiköpfige Truppe aus London, wurden 2016 gegründet und haben seitdem drei Alben veröffentlicht, die mit Groove Metal sowie Einflüssen aus Extreme Metal und Hardcore gespickt sind.

VOIDCEREMONY – Abditum

Mittwoch, 18. Februar 2026
Technischer Death Metal ist ein Genre voller Nebenquests und Umwege. Man könnte Jahre damit verbringen, einem einzigen stilistischen Faden durch die jahrzehntelange Entwicklung zu folgen, und hätte dennoch nur an der Oberfläche gekratzt. Am Ende eines solchen Nebenstrangs stehen VOIDCEREMONY, die ihren besonderen Tech Death Stil systematisch mit einer düsteren Mischung aus progressiver Ideologie und subtilen Avantgarde-Elementen angereichert haben.

THERION – Con Orquesta

Dienstag, 17. Februar 2026
Mein Interesse an Symphonic Metal hat bekanntlich stark abgenommen, weil Nightwish plötzlich keine eingängigen Songs mehr hinbekommen und Within Temptation sowie Ad Infinitum in moderne Gefilde vorgedrungen sind. Bisher habe ich eigentlich nur Visions Of Atlantis und Leaves' Eyes noch die Stange gehalten, doch dabei vergesse ich glatt, dass es da ja noch eine Band aus Schweden gibt, die seit mittlerweile 38 Jahren immer für feinste Qualität bürgt. Aber irgendwie zähle ich THERION immer noch zum Death Metal, auch wenn das natürlich längst anders und keine Ahnung, wieso das so ist.

STABBING – Eon Of Obscenity

Dienstag, 17. Februar 2026
Das Quartett aus Houston, Texas, bewegt sich nicht nur innerhalb der Grenzen des Brutal Death Metal, sondern sprengt diese mit Freude. STABBING bringen ihr zweites Album «Eon Of Obscenity» in Stellung, um sich als eine der zukunftsweisendsten Stimmen des modernen Brutal Death Metal zu positionieren.

BACKENGRILLEN – Backengrillen

Dienstag, 17. Februar 2026
Das selbstbetitelte Debüt-Album von BACKENGRILLEN wird wohl sicherlich nie auf einer "Kuschelrock" Zusammenstellung zu finden sein. Es tritt die Tür ein, weigert sich, sich zu erklären, und bewegt sich irgendwo zwischen Death-Metal-Abrasion, Free-Jazz-Kollaps, Hardcore-Dringlichkeit und Noise-Rock-Repetition.

TEMPTRESS – Hear

Montag, 16. Februar 2026
Achtung: Hierbei handelt es sich nicht um die gleichnamige italienische Band TEMPTRESS die auch schon hier bei MF (August 2025) besprochen wurde. Diese US Band Temptress waren schon vorher in den Nischen zwischen den Heavy-Genres zu Hause, aber auf «Hear» verwandeln sie diesen Grenzbereich deutlich in eine entscheidende Stärke.
Die Death Metal Kapelle HEIR CORPSE ONE kehrt mit ihrem wohl ambitioniertesten Kapitel zurück. Das neue Album «Destination: Domination» knüpft an die Geschichte des Debüts an, und folgt den untoten Überlebenden des verhängnisvollen Luxusjet-Absturzes, die sich auf eine groteske Mission ins Zentrum der Macht begeben. Ihre makabre Flucht löst eine Plage der Untoten über dem Land aus und verwandelt Farmen und Städte in Schlachtfelder. Geile Story!
Ähnlich wie Witchfinder General, Witchfynde oder Pentagram haben PAGAN ALTAR eigentlich erst im neuen Jahrtausend die Anerkennung erhalten, die sie eigentlich verdient haben. «Lords Of Hypocrisy» war das zweite full-length Album und erschien 2004, allerdings stammen die Songs alle aus den Jahren 1976 bis 1983.

TEMPLE BALLS – Temple Balls

Samstag, 14. Februar 2026
Würden die Finnen von TEMPLE BALLS immer dermassen grossartig wie mit dem von Slide-Gitarren unterstützten «Lethel Force» losrocken, könnten die Jungs um Sänger Arde Teronen schon lange zu meinen Lieblingen gehören. Der kernige Rock der Nordländer hat definitiv mehr zu bieten als bloss schöne Musiker-Gesichter und rhythmische Hüftbewegungen.

SAILLE – Forebode

Samstag, 14. Februar 2026
Mit «Forebode» kehren SAILLE nicht nur mit einem neuen Album zurück, sondern auch mit einer bewussten Bekräftigung ihrer Identität. Nach fünf Jahren relativer Stille konzentriert sich die niederländisch- belgische Epic Black Metal Band wieder auf die Atmosphäre, die ihre frühere Ära geprägt hat, präsentiert sie jedoch durch eine moderne, kraftvolle Produktionslinse. Das Ergebnis ist ein Album, das sich sowohl retrospektiv als auch erneuert anfühlt.

BIG BIG TRAIN – Wood Cut

Samstag, 14. Februar 2026
Auf BIG BIG TRAIN bin ich aufmerksam geworden, als sich Drum-Virtuose Nick D'Virgilio den Proggies anschloss. Die Band besteht aus Mitgliedern aus den USA, England, Schottland, Italien, Schweden und Norwegen. Ein bunter Haufen, der hier sein sechzehntes Studiowerk präsentiert und zum ersten Mal ein Konzept-Album.

WORM – Necropalace

Freitag, 13. Februar 2026
Mit «Necropalace» setzen WORM aus Florida ihre stetige Wandlung von einer Kultband hin zu einer festen Grösse innerhalb des Extreme Metal fort. Anstatt modernen Extrem-Trends hinterherzujagen, konzentriert sich die Band mehr auf Atmosphäre, Tempo und eine dekadente Düsternis, die sorgfältig kuratiert wirkt.

DEFACED – Icon

Freitag, 13. Februar 2026
Längere Pausen veranlassen normalerweise zu Spekulationen über den Tod einer Band. Auch im Fall der Schweizer Death Metal Kapelle DEFACED war man sich in Fankreisen nicht sicher, wie es um die Krachmacher-Truppe steht. Nun gibt es Entwarnung, denn Defaced kehren nach einer zehnjährigen Pause mit ihrem dritten Studio-Album «Icon» zurück.
Der italienische Doom entwickelt sich ständig weiter. «De Venom Natura» von PONTE DEL DIAVOLO sticht jedoch gerade deshalb hervor, weil das Album sich weigert, sich wie ein typisches Doom-Album zu verhalten. Dieses zweite Album fühlt sich ein wenig wie ein ritualistischer Liederzyklus an, in dem Atmosphäre, Bewegung und Stimme ebenso wichtig sind wie das Gewicht der Musik.

EDENBRIDGE – Set The Dark On Fire

Donnerstag, 12. Februar 2026
Für mich überraschend stark präsentieren sich EDENBRIDGE auf ihrem zwölften Album. Zwar hatte ich die Band bereits früher mal live erlebt und auch in ein, zwei ihrer Alben hineingehört – aber so gut wie heuer wirkten sie auf mich noch nie.

SAGENBRINGER – Zwischen den Welten

Donnerstag, 12. Februar 2026
Mit den ersten beiden Alben ist es SAGENBRINGER einerseits gelungen, die Anhängerschaft massiv zu steigern, und anderseits wurde die Messlatte für das dritte Werk natürlich recht hoch gelegt. Bisher waren die Deutschen vor allem im nordisch mythologischen Raum unterwegs, was die Lyrics angeht. Diesmal öffnet man sich auch etwas in Richtung anderer Sagen, was das Feld für die Zukunft nun ein wenig öffnet.

DARKNESS – The Death Squad Chronicles

Donnerstag, 12. Februar 2026
Auch wenn die Jungs von DARKNESS aus Essen stammen, den gleichen Erfolg wie Kreator konnten die Herren um Gitarrist Arnd und Drummer Lacky bisher nie erreichen. Hört man sich aber die Songs der vorliegenden Scheibe an, fragt man sich warum?!
Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben LIONHEART Aggression und feurige Intensität zur Grundlage ihres groovigen, knallharten Sounds gemacht. Jedes Album markierte einen weiteren Schritt nach vorne: lauter, schärfer, stärker.

INDUCTION – Love Kills!

Mittwoch, 11. Februar 2026
Mitte Juni vergangenes Jahr beehrten INDUCTION das Zürcher Publikum im Komplex 457 als Vorband von Savatage. Als die Band den Europe Klassiker «The Final Countdown» ohne Keyboarder zum Besten gab, war das für unseren hochgeschätzten Metal Factory Kollegen Tinu zu viel. Ich musste ihn fast schon zurückhalten, denn er war kurz davor auf die Bühne zu springen, um Tim Hansen den Hals umzudrehen.

MARIANAS REST – The Bereaved

Mittwoch, 11. Februar 2026
Finnland und schwer-traurige Mucke - das passt zusammen wie Arsch auf Eimer. Und MARIANAS REST machen hierbei keine Ausnahme, denn die Mucke ist generell eher schwer-drückend, traurig und deprimierend.

DARKLON – Mind Reaper

Dienstag, 10. Februar 2026
Klassischen US-Metal der Sorte Omen, Savage Grace oder Metal Church bietet der Vierer aus…, Griechenland! Ja, die Jungs aus Athen haben ihre Hausaufgaben gemacht und stellen so manchen Vertreter des angeblichen Power Metals und der "New Wave Of Traditional Heavy Metal" in den Schatten.

PLANTOID – Flare

Dienstag, 10. Februar 2026
Die britischen Progressive-Rocker PLANTOID präsentieren hier mit ihrem zweiten Album «Flare» eine weitere musikalische Reise durch die Progressive Rock Welt, mit Abstechern in Pop-Gefilde.

EXCIDE – Bastard Hymns

Dienstag, 10. Februar 2026
EXCIDE aus North Carolina dürfen nach einer Reihe von produktionstechnischen Herausforderungen endlich ihr zweites Werk «Bastard Hymns» präsentieren. Die Platte ist der nächste logische Schritt nach dem Debüt-Album «Deliberate Revolver», doch nun gibt es für die Band keine Vorgaben oder Grenzen mehr.
In der Schule wird den Kindern beigebracht, dass Krieg etwas Schlechtes ist. Vom Prager Fenstersturz bis zur Ermordung des Thronfolgers in Sarajevo: Krieg bedeutet immer Gewalt und Tod. Untermauert von Zahlen, so gewaltig und abstrakt, dass sie beinahe unecht wirken: Siebzehn Millionen Tote allein im Ersten Weltkrieg. Doch ein einzelnes Schicksal ist im Schatten des grossen Ganzen so winzig, dass es keine Beachtung findet. Genau hier setzt «Soldatenschicksale» an.

LORD ELEPHANT – Ultra Soul

Montag, 09. Februar 2026
Noch bevor die Nadel auf die Platte von LORD ELEPHANT fällt, weckt allein schon der Bandname bestimmte Erwartungen: etwas Massives, Langsames und Unübersehbares. Diese Erwartung wird erfüllt und prägt das gesamte Album. Links, zwei, drei, vier – Doom marschiert wie bei Colonel Hathi.
Hört man sich «Gild The Lily» an, ohne NEW MISERABLE EXPERIENCE je zuvor gehört zu haben (so wie der Autor dieser Review), präsentiert sich das Album als ein Werk, das eher auf Zurückhaltung als auf Wirkung setzt. Obwohl Videos wie «Ordinary People» eine konventionelle Band-Besetzung mit einem Live-Schlagzeug zeigen, erzählt die Platte selbst eine andere Geschichte.

STEEL ARCTUS – Dreamruler

Samstag, 07. Februar 2026
Wie kann denn der Autor dieser Zeilen das vorliegende Album in seiner Jahresbestenliste 2025 führen, wenn die Veröffentlichung erst am 06. Februar 2026 ist? Nun, diese Unart hat sich leider in den letzten Jahren bei vielen Labels eingeschlichen. Erschienen ist «Dreamruler» nämlich schon Ende November, aber die Tonträger sind nun erst ab Februar erhältlich. Müsste wirklich nicht sein!
Mit «Me And My Shadow» liefern DIRTY SOUND MAGNET ein Album ab, das sich Track für Track bewusst entfaltet. Jeder Song offenbart dabei eine andere Facette ihrer klanglichen Identität und bleibt dennoch Teil eines kohärenten Ganzen.
ALKALOID kennen wirklich keine Grenzen! Morean (v/g), Hannes Grossmann (d), Linus Klausenitzer (b) und Christian Münzner (g) hatten bereits als Mitglieder von Obscura, Triptykon und Dark Fortress den Gesetzen des Metal-Universums getrotzt, aber seit sie sich 2013 zu einer Supergroup zusammengeschlossen haben, experimentieren sie an einer neuen Zusammensetzung des progressiven Death Metals.
Es gibt diese 10/10 Alben, die einen still und leise umhauen. «Weapons Of Beauty», JAY BUCHANANs zweites Solo-Album und sein wahrer künstlerischer Durchbruch ausserhalb von Rival Sons, gehört eindeutig in diese Kategorie. Hierbei handelt es sich nicht um einen Rock-Sänger, der sich nebenbei mit Nebenprojekten beschäftigt, sondern um ein vollendetes Statement einer der emotional fesselndsten Stimmen seiner Generation.

MAYHEM – Liturgy Of Death

Freitag, 06. Februar 2026
Wie auch Emperor, besitzen MAYHEM ebenso eine gewisse Grösse, die sie von anderen Black Metal Bands unterscheidet. Besonders hervorsticht der ausgereifte Sound dieser Besetzung. Es ist keine Neuerfindung um ihrer selbst willen. Die Band verfeinert lediglich das, was sie bereits gut kann. Nach vier Jahrzehnten dokumentiert «Liturgy Of Death» eher die fortwährende Absicht als das Vermächtnis. Unnachgiebig, fokussiert und mit Unbehagen wohlfühlend.
Südamerika mausert sich nicht erst seit gestern zu einem Metal und Hard Rock begeisterten Kontinent, sondern bietet auch immer wieder coole neue Bands. Mit dem zweiten Werk «What The Nite Is All About» keimt der Ursprung solcher Truppe wie XYZ, Hurricane Alice, oder Wildside bei Nite Stinger auf und wird alle jene beglücken, die sich mit dem Sound der obenstehenden Bands begeistern können.

HÄLLAS – Panorama

Donnerstag, 05. Februar 2026
Die Schweden HÄLLAS nehmen den Zuhörer gleich zu Beginn ihres vierten Werkes mit auf eine 21 Minuten lange Reise mit «Above The Continuum» in ihre wunderbare Welt des Progressive Rock. Die Musik schwebt, die Orgeln wabern, der Gesang zieht den Zuhörer in seinen Bann, erinnert mich etwas an Procol Harum.

DEATH DEALER – Reign Of Steel

Donnerstag, 05. Februar 2026
Das vierte Album der Power Metaller DEATH DEALER bietet logischerweise kernigen und kräftigen Metal in seiner ureigensten Form. Über das Sanges-Organ von Sean Peck werden sich die Götter zwar einmal mehr streiten. Sicherlich aber nicht darüber, dass seine Kreissäge-artigen Schreie jedes Glas zum Zersplittern bringen werden!

STONE NOMADS – Empires Of Stone

Donnerstag, 05. Februar 2026
Mit ihrem dritten Album «Empires Of Stone» hat sich das Trio STONE NOMADS aus Houston fest in seiner eigenen Ecke des Doom-Sludge etabliert, ohne nach Innovation zu streben.

LONE WANDERER – Exequiae

Mittwoch, 04. Februar 2026
Mit «Exequiae» tauchen LONE WANDERER noch tiefer in Stille, Schwere und Ritual ein. Dies ist ein Album, das sich nicht sofort offenbart. Es fordert die Zuhörer auf, langsamer zu werden, zu verweilen und die Dauer als Teil seiner Bedeutung zu akzeptieren.
CRYSTAL LAKE Lake bringen ihr mit Spannung erwartetes siebtes Studio-Album «The Weight Of Sound», das erste mit dem neuen Sänger John Robert C (ehemals The Last Ten Seconds Of Life), auf den Markt.

BARBARIAN – Reek Of Gold

Mittwoch, 04. Februar 2026
Das italienische Trio existiert bereits seit siebzehn Jahren und «Reek Of Gold» ist das sechste Album der Band. Für mich allerdings ist es die erste Begegnung, ein Grund dafür ist sicher auch, dass BARBARIAN bisher bei relativ unbekannten Labels wie "Doomentia" oder "Hells Headbangers" unter Vertrag standen. Mit "Dying Victims" dürfte der Bekanntheitsgrad nun eine Steigerung erfahren.

MØL – Dreamcrush

Dienstag, 03. Februar 2026
Mit «Dreamcrush» erreichen MØL einen Punkt, an dem Ambition und Zurückhaltung aufeinandertreffen. Das dritte Album der dänischen Band zielt eher darauf ab, Blackgaze zu verfeinern, indem Überflüssiges weggelassen und die emotionale Wirkung vertieft wird. Das Ergebnis ist ein Album, das sorgfältig gestaltet wirkt, bewusst Kontraste setzt und selbstbewusst genug ist, um Zerbrechlichkeit und Kraft nebeneinander bestehen zu lassen.

DRAMATIST – Wasting Words

Dienstag, 03. Februar 2026
Als ich DRAMATIST beim "Wacken Open Air" 2025 zum ersten Mal entdeckte, als wir eines Abends zur "Wasteland Stage" durch den Schlamm wateten, beeindruckte mich nicht nur die Energie der Band, sondern auch das Gefühl, dass jeder Song sein eigenes Gewicht und seine eigene Intention hatte. Dieses Gefühl kommt auf ihrem Debüt-Album «Wasting Words» voll zur Geltung.

BLACK JADE – The Return

Dienstag, 03. Februar 2026
Das 1999 in Basel gegründete Projekt BLACK JADE hat zwölf der überzeugendsten von Tolkien inspirierten Death Metal Alben veröffentlicht. Bereits frühe Werke wie «The Sadness Of Fallen Leaves» (2013) oder ikonische Songs wie «Maedros Pain» zeigten, dass Melodie und epischer Umfang stets präsent waren.
Die Norweger COURSE OF FATE lassen es mit ihrem neuesten Werk ordentlich krachen, was schon der zehn Minuten lange Opener und Titeltrack beweist. Grosse Gesangs-Melodien, die an Dream Theater erinnern, wechseln sich mit ruhigen Passagen ab. Cleane Gitarren folgen auf fette wie tiefer gestimmte Parts. Dies ist wahrlich eine grosse Progressive-Nummer.

POPPY – Empty Hands

Montag, 02. Februar 2026
Ist die eine mögliche Hymnen-Sammlung für eine Tik-Tok Generation? Manche Tracks fühlen sich wie Hymnen für eine Generation an, die über Social Media nach Identifikation sucht. Wenn «Empty Hands» erscheint, fühlt es sich nicht wie eine Veränderung an, sondern eher so, als würden POPPY endlich die Form annehmen, die sie seit Jahren entwickelt haben: ein destilliertes, rohes und viszerales Statement, das selbstbewusst an der Schnittstelle zwischen Metalcore, industrieller Aggression und pop-infizierter wie emotionaler Direktheit steht.

DIEVERSITY – 4

Montag, 02. Februar 2026
Das neue Jahr bringt ja auch immer wieder grossartige, neue Vorsätze mit ans Tageslicht. Für die einen ein bisschen verschwommener, da der übermässige Alkohol-Konsum den ersten Grundsatz schon mal zunichte gemacht hat, während die anderen sich nach einer Woche fragen, warum sie die Latte bloss so hoch angesetzt haben!?

HÉR – Monochrome

Freitag, 30. Januar 2026
Mit «Monochrome» präsentieren HÉR ein Album, das weniger wie eine Sammlung von Songs wirkt, sondern vielmehr wie ein langsamer, anspruchsvoller Ritus. Das in Danzig gegründete polnische Ensemble schöpft tief aus der poetischen Edda, jenem Fundus altnordischer Weisheitsdichtung, der auch Tolkien inspirierte, als er sein eigenes tragisches Legendarium schuf ("..Thurin" nicht "Der Hobbit"). Wie bei Tolkien werden diese alten Quellen nicht als Museums-Stücke behandelt, sondern als lebendige Materie: dunkel, zerbrochen und unangenehm menschlich.

OBSCURITY – Ascheregen

Freitag, 30. Januar 2026
OBSCURITY, auch die "Bergischen Löwen" genannt, haben 1997 ein Werk geschaffen, das von vorchristlicher Mythologie durchdrungen und durch eine Fusion aus Death Metal-Strenge und melodischer Struktur geprägt ist. Fast dreissig Jahre später bekommt der Zuhörer auf «Ascheregen» wieder diesen druckvollen und melodischen Death Viking Metal um die Ohren geballert, allerdings mit einer deutlicheren Schärfe an Black Metal, was wiederum dazu einlud, auch an Melodie und Härte nochmals zuzulegen.

RAVE IN FIRE – Square One

Freitag, 30. Januar 2026
Die Madrilenen werfen ihr zweites Album ins Becken und schwimmen dabei im selben Teich mit Bands wie Hitten, Chastain oder Cobra Spell. Das Gehirn der Band ist Gitarrist Jonjo Negrete, welcher das Album in Eigenregie aufgenommen, produziert und gemastert hat: "Etwas experimenteller sind wir geworden, ohne allerdings die Essenz von RAVE IN FIRE zu opfern. Der grösste Unterschied zwischen «Square One» und seinem Vorgänger ist der Fakt, dass «Sons Of A Lie» (2022) ein Album war, welches für zwei Gitarren geschrieben wurde."

CORONATUS – Dreadful Waters

Donnerstag, 29. Januar 2026
Nightwish haben viel von ihrer hymnischen Klasse verloren, Within Temptation und Ad Infinitum gehen in eine deutlich modernere Richtung und Epica treten – zwar auf akzeptablem Niveau – irgendwie auch auf der Stelle. Irgendwie habe ich den Eindruck, der Symphonic Metal darbt irgendwie dahin. Ob ausgerechnet die bisher eher zweit-, wenn nicht drittklassigen CORONATUS daran etwas ändern können? Es wäre eine faustdicke Überraschung!

ELWOOD STRAY – Descending

Donnerstag, 29. Januar 2026
10 Jahre sind noch keine Ewigkeit und dennoch Grund genug, um zu feiern. ELWOOD STRAY, die Essener Truppe um Fabian Petz (Gitarre & Clean Vocals), Maik Nehrkorn (Shouts), Niels Flor (Gitarre), Raphael Sinz (Bass) und Raphael Kemmer (Drums) veröffentlicht mit Unterstützung von Out Of Line Music ihre Jubiläumsplatte «Descending».

STARGAZERY – Carnival Puppeteers

Donnerstag, 29. Januar 2026
Das ist es nun, das vierte Album der Finnen STARGAZERY, bei denen der ehemalige MSG Shouter Jari Tiura am Mikrofon steht. Musikalisch erinnern die Jungs immer wieder am Royal Hunt, ohne deren königlichen Melodien zu kopieren, sondern vermischen ihren Sound mehr mit traditionellen Rock der Sorte MSG und UFO.

TEXTURES – Genotype

Mittwoch, 28. Januar 2026
Sechs Jahre sind vergangen seit ihrem letzten Album. Nun präsentieren uns TEXTURES, die niederländischen Proggies, neues Kraftfutter in Form von modernem Progressive Metal. Rasante Riffs mit tief gestimmten Gitarren und filigranen Soli.

THE ETERNAL – Celestial

Mittwoch, 28. Januar 2026
THE ETERNAL sind hierzulande nicht wahnsinnig bekannt, haben sich jedoch über die Jahre zu einer Band mit globaler Präsenz entwickelt. Die australisch-finnische Kombination kam 2004 zustande und hat seitdem sieben Alben veröffentlicht, darunter das vielbeachtete Werk «Skinwalker» (2024).
Ursprünglich 2020 veröffentlicht, kam «Negative Balance» eher unauffällig daher, barg jedoch eine langsam aufbauende Intensität, die Geduld belohnte. Sechs Jahre später verleiht die Neuauflage dem Debüt-Album von GODZILLIONAIRE die physische Präsenz, die es verdient - und, was noch wichtiger ist, die Chance, in seiner ganzen Bedeutung gehört zu werden.

HELIX – Scrap Metal

Dienstag, 27. Januar 2026
Seit satten 51 Jahren sind die kanadischen HELIX schon im Business. Auch wenn ihnen trotz den Hits «Heavy Metal Love», «Rock You», «Gimme Gimme Good Lovin'», «Deep Cuts The Knife» und «Love Hungry Eyes» nie der grosse Durchbruch gelang, so haben sie einen festen Platz bei den Hard Rock und Metal-Fans inne.
ANNISOKAY haben sich, zum Grossteil ihrer Karriere, nie in eine Schublade stecken lassen. Sie haben sich an Electronic-Core versucht, mit Post Hardcore Elementen experimentiert und dabei stets die Metalcore-Grundlage beibehalten.

EKTOMORF – Heretic

Dienstag, 27. Januar 2026
EKTOMORF begaben sich in einer schwierigen Zeit ins Studio. Zoltán "Zoli" Farkas hatte mit einem persönlichen Verlust zu kämpfen und kam nicht etwa mit fertigen Songs an, sondern bloss mit einer Handvoll Ideen und dem Bedürfnis, diese in etwas Konkretes umzuwandeln. Das Endergebnis ist das nun vorliegende Album «Heretic», das von Tue Madsen im "Antfarm Studio" in Dänemark produziert und in kurzer Zeit geschrieben wie fertiggestellt wurde.

BENTREES – Silver Veins

Montag, 26. Januar 2026
Im noch jungen Jahr 2026 schreibe ich nun meine erste Rezension. Wenn weiterhin solche coole Musik daherkommt, wird es ein starkes Jahr werden. BENTREES sind ein Duo, dessen Sound jedoch wie ein vollwertiges geologisches Ereignis wirkt.
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