Hört man sich den Opener «Be Not Dismayed» an, wird klar, weshalb die Plattenfirma sehr daran interessiert ist, dieses Trio bekannt zu machen. In dem fast sechsminütigen Knaller sind alle Elemente enthalten, für die Urne stehen. Bei «Setting Fire To The Sky» sind auch Elemente von Metalcore und Nu Metal hörbar. Joe Nally (b/v), Angus Neyra (g) und James Cook (d) wollen während neun Songs demonstrieren, dass Urne nicht bloss ein Gesicht, oder besser gesagt, nur eine Fahrtrichtung hat. Auf «Setting Fire To The Sky» beweisen die Engländer, dass sie verschiedene musikalische Seiten haben, während der Sound und die Grundlage stets überzeugen, dass sich der Zuhörer noch immer dieselbe Band anhört.
«The Ancient Horizon» ist ein Song, der speziell dazu auffordert, die Vorfahren der Szene nie zu vergessen (von Ritchie Blackmore bis Ronnie James Dio). Das Hörerlebnis wird noch dadurch verstärkt, dass alle Songs eine sehr hohe Qualität aufweisen, sodass es ziemlich leichtfällt, diese Platte zu mögen. Zudem schadet es auch nicht, dass Troy Sanders von Mastodon beim längsten Track «Harken The Waves» gesanglich mitwirkt oder die in London lebende Cellistin Jo Quail bei «Breathe» die Saiten streicht. Diese feinen Updates tragen noch etwas mehr zur Politur des Albums bei, das auch sonst während der gesamten Spieldauer zu überzeugen vermag.
Produziert von SikTh-Sänger Justin Hill, besitzt «Setting Fire To The Sky» eine Frische und Bissigkeit, die die einheitliche und oft flach klingende Metal-Szene durchbricht. Die Band wird von Trendsettern sowie der Underground-Szene zu gleichen Teilen geliebt und von anderen Musikern unterstützt, die wissen, dass Urnes Zeit gekommen ist. Urne sind bereit, entdeckt zu werden und einen alten Modus aufzubrechen.
Oliver H.