Mit Sänger Michael Bastholm Dahl wurde die eher modernere Ära eingeläutet, die nun mit Martin Steene (Iron Fire) wieder in die erfolgreichere Frühphase abbiegt. Die beiden neuen Tracks «Made In Hell» und «Ghost In The Machine» zeigen eindrucksvoll auf, dass Artillery noch immer viel zu sagen haben. Speziell der Einstieg zum Titelsong erinnert mit seinem arabischen Flair an die erfolgreichste Zeit der Thrasher.
Bandgründer und Gitarrist Michael Stützer hat mit «Into The Universe» vom Erstling einen Track neu aufgenommen, der eindrucksvoll zeigt, dass Artillery mit vielen technischen Spielereien zu einer aussergewöhnlichen und eigenständigen Truppe wurden. Der Gesang von Martin geht unter die Haut, während die Gitarren-Abteilung sich schwindlig spielt. Dabei vergessen die Herren nicht, dem Ganzen einen fetten roten Faden aufzuerlegen und mit der nötigen Melodie den Song nicht zu vertrackt erklingen zu lassen.
Als Abschluss dieser 4-Tack-EP erklingt die Live-Version von «The Almighty» (im Original auf der '85er-Platte «Fear Of Tomorrow» zu hören). Artillery scheinen sich auf dem Weg zurück zu ihrer eigenen musikalischen Wurzeln zu begeben, was den Jungs sehr gut zu Gesichte steht. Hoffen wir, dass bald eine neue Scheibe erscheint, denn die Dänen haben noch immer sehr viel zu bieten.
Tinu