Solberg will sich als einer der epischsten Charaktere der experimentellen Musik etablieren. Er möchte als der cineastische Mensch im Progressive gesehen werden, erklärt er. Dies ist ein sehr cineastisches Album, und genau das war sein Ziel. So klingt der Opener «Stella Mortua» schwer aus den Lautsprechern. Fette Gitarren und das Orchester dominieren bei «Liberatio», dazu der spezielle Gesang von Solberg, mächtige Musik mit klassischen Progressive-Einschüben prägen den Song. Das Ganze ist alles andere als leicht verdaulich.
Bei «Serenitas» geht man es dann um einiges ruhiger an. Zarter Gesang, dezente Drums im Hintergrund und etwas Klavier, hier hängt alles am sehr gefühlvoll vorgetragen Gesang. Sehr schöne Nummer. «Vita Fragilis» dann, eine cineastische Progressive-Nummer mit stark im Vordergrund gerücktem Orchester. Highlight dürfte wohl das knapp 12 Minuten lange «Grex», ruhig beginnend mit Geige und hohem Kopfstimmen-Gesang, geht man dann in einen symphonischen Part über, der von sehr viel Gefühl lebt.
Ein Auf und Ab wie in einem Abenteuer-Film. Solberg überzeugt hier vor allem mit seiner variablen Stimme. Das Orchester und die restlichen Instrumente ergänzen sich perfekt. Dem Norweger ist hier ein durchdachtes, interessantes Album gelungen, weit weg vom üblichen Progressive Rock.
Crazy Beat