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Metal Factory since 1999
Die norwegischen Extrem-Metaller RAM-ZET bieten hier einen krassen Mix aus Avantgarde, Extreme, Death und Progressive Metal. Sehr verwirrend beim ersten Anhören.
Schon der Opener «Zerocane» beinhaltet Growls und schreiende Gesänge, die sich mit melodiösen Parts abwechseln. Henning Ramseth und Miriam Renvåg geben an den Mikros alles. Instrumental werden einem satte Dream Theater Parts um die Ohren gehauen, die sich mit schweren Gitarren-Riffs abwechseln, dazu Chöre und fette Keyboards. Dazwischen noch kurze Jazz Metal Einlagen. Eben wie gesagt, sehr verwirrend. Einen Ausflug in Jazz-Bereiche folgt anfangs auch bei «Cranium». Ein permanenter Wechsel von Tempo und Genres, von Opern-artigem Gesang über Death Metal bis hin zu Progressive Metal und elektronischer wie disharmonischer Musik. Auch «Sleepers» fordert den Zuhörer. Von Piano bis Dudelsack sowie Geigen findet sich hier alles. Folk mischt sich mit Thrash und Death Metal. Also noch eine Nummer, der alle Stile bunt durcheinander mischt.
Neben den Growls zeigt Miriam aber, über was für eine grossartige Stimme sie doch verfügt. Bei «Bozzadevil» mischen sich zu den oben genannten musikalischen Variationen noch Latino-Gitarren und experimentelle Jazz-Klänge dazu. Etwas gemächlicher zeigt sich «As The Worlds Collide» mit eher gothischen Klängen, unterbrochen von kurzen Aggressions-Ausbrüchen, erinnert ein wenig an Edenbridge. Eine willkommene Abwechslung bietet das melancholische, ruhigere «In The Mirror» mit dem schönen, cleanen Gesang von Miriam. Die Norweger musizieren hier auf absolut höchstem Niveau, und das so hoch, dass es oft schwer ist, deren Musik zu verarbeiten. Man braucht schon mindestens ein grosses Progressive/Jazz/Extreme Metal-Gen, um das alles zu verdauen. «Sapien» ist sicherlich nicht jedermanns Sache.
Crazy Beat