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Auch mit ihrem dreizehnten Album ziehen TUSMØRKE, die norwegischen Proggies, den Zuhörer musikalisch tief in die 70er-Jahre hinein. Typischer Gesang für diese Zeit, viele Flötenklänge und zwischen den Gesangs-Abschnitten immer wieder längere Instrumental-Spielereien. Mag man alles schon gehört haben, trifft aber so nicht auf die Nordländer zu.
Die komplexen, aber trotzdem relativ zugänglichen Songs enthalten viele Details oder auch Jazz-Einflüsse. Gut zu hören bei «Rerun Of Forever (Stravinsky)». Auch der spezielle Gesang, respektive der Chor hier ist schon sehr bemerkenswert, was die Einzigartigkeit der Norweger erneut unterstreicht. Der Progressive Rock mit Psychedelic- und Folk-Einflüssen ist schon etwas speziell, hört Euch nur mal den etwas schrägen Chor bei «Vi Er Et Kollektiv» an. Zum Schluss folgt noch das 21-minütige «Lidskjalv», eine ausgedehnte Reise durch die spezielle Progressive-Welt der Jungs aus dem Königreich Norwegen.
Lange musikalische Spielereien mit teils seltsamen Gesängen, dramatischen Momenten und vielen Flöten, Synthie- und Gitarren-Soli. Diese Nummer zieht die Zuhörer unweigerlich in seinen Bann. Lässt man sich davon mitreissen, erlebt man ein wunderbares, musikalisches Erlebnis. Tusmørke gehören sicher zu den speziellsten Progressive-Bands dieses Landes, aber wer auf die alten Genre-Sachen von King Crimson, Kaipa oder Yes steht, wird «Balderdom» sicherlich auch mögen. Für die Zielgruppe gilt deshalb: reinhören!
Crazy Beat