Mit ihrem Debüt-Album «Descend Into The Absurd» machten sie erstmals auf sich aufmerksam, «As Blood Rains From The Sky – We Walk The Path Of Endless Fire» (2000) mit seiner messerscharfen Produktion, vernichtenden Riffs und durchdringendem Gesang wurde zum Meilenstein der Bandgeschichte und nun, 2026, sind sie mit «Epitome Of Carnage» zurück. Das zehnte Album ist das erste mit Sänger Borisz Sarafutgyinov, der 2021 den langjährigen, an Krebs verstorbenen Frontmann Sven „Svenson“ Gross ersetzte. Schnell wird klar, dass Fleshcrawl mit der aktuellen Platte den Hunger nach donnerndem Death Metal stillen werden.
Begrüsst von der explosiven Kraft von «Blood Dominion» beginnt «Epitome Of Carnage» mit vernichtenden Rhythmen und ungezügelter Intensität. Das Tempo verlangsamt sich, um mit «Chapel Of Guts» eine gewichtige Schwere zu entfalten, die bald in gesteigerte Gewalt übergeht, und zu «Grave Messiah» in glühende Entschlossenheit umschlägt. «Embers Of Wrath» verbirgt knallharte Percussion-Elemente, monströsen Gesang und aggressive Verzerrung, die auf melodische Elemente treffen. Das darauffolgende «Committed To Suffer» ist wie ein rhythmischer Sturm, der durchwegs erschüttert.
Während «Chronicles Of Bloodshed» ein zutiefst eindringliches Zwischenspiel ist, kommt mit «Rebuilt From Flesh» ein deftiger Angriff daher. Die Gitarren entfesseln eine Wucht an Riffs und Lead-Motiven, die dem Track einen dynamischen Aspekt verleihen. Feindselig wird die Stimmung in «Orphan God», wenn innerhalb des monumentalen Sounds noch die Instrumentierung bösartig und gnadenlos durchbricht. Die Reise durch den «Path Of Thorns» bleibt in Erinnerung, da ein verlangsamtes Tempo und melancholische Töne dafür sorgen, dass der Schwere nicht zu entkommen ist.
Ein unbeständiger Anfang stürzt das vorletzte «Heralds Of Death» in einen dämonischen Abgrund, bevor «Of Fire And Flesh» einen letzten Angriff enthüllt, der in einem plötzlichen, scharfen Schlag endet. Phoa! «Epitome Of Carnage» kennt kein Überdenken, keine Kompromisse – nur vernichtende Riffs, unerbittliche Intensität und der Sound einer Band, die hungriger ist denn je. Fleshcrawl sind zurück in neuer Stärke, und diese zwölf Songs sind der lebende Beweis.
Oliver H.