Kein anderer konnte jemals auch nur annähernd die Solos so spielen wie Jake E. Lee, der nach wie vor der beste Gitarrist bei Ozzy war. Mit seiner Stammband Firewind sorgte Gus in den letzten 28 Jahren immer wieder für Furore, während hier nun sein fünftes Solo-Album das Licht der Welt erblickt. Neben Doro («Nothing Can Break Me») ist es der Gesang von Ex-Iced Earth Shouter Mat Barlow, welcher «Dancing With Death» veredelt. Eine geniale und straighte Metal-Nummer, die sofort ins Ohr geht und dort hängenbleibt.
Dazu gesellt sich die Instrumental-Nummer «Advent», die vom gefühlvollen wie virtuosen Spiel des Griechen lebt und definitiv keinen Gesang benötigt. Als Ausblick auf die kommenden Shows, zusammen mit Ronnie Romero, erklingt «Frenemy». Ein Stück, das eine Mischung aus Gus typischem Spiel ist, mit Classic Rock vermischt wird und sich als traditioneller Dio-Track entpuppt. Moderner geht es bei «No One Has To Know» zu und her, der von Dino Jelusic gesungen wird. «Steel Burner» ist ein cooles Werk geworden, das alle Hard Rock und Metal Fans in den Bann ziehen wird.
Auch wenn Gus nicht mit seinen Qualitäten geizt, so versteht es der Gitarrero immer wieder, seinen Shoutern genügend Platz einzuräumen oder lässt ein cooles Riff für sich sprechen. «Steel Burner» ist weitaus mehr als nur eine Selbstbeweihräucherung eines begnadeten Gitarristen der vor dem Spiegel steht und sich dabei zusieht, wie er sich auf dem Griffbrett einen runterholt. Gus weiss genau, wann er was wie zu spielen hat, damit es seine Wirkung nicht verfehlt. Somit zugreifen und das edle Teil kaufen ist angesagt.
Tinu
