Vor über zwanzig Jahren gegründet, dauerte es satte sieben Jahre, bis man 2012 mit dem Debüt vorstellig wurde. Weitere acht Jahre zogen ins Land, bis der Nachfolger in trockenen Tüchern war. Dann folgten aber neue Longplayer schon fast im Jahres-Rhythmus. Der aktuellste davon, «Dark Faerie Tales», liegt nun zur Begutachtung auf dem Tisch. Einmal mehr überzeugt die Band durch eine äusserst charmante Coolness.
Selbst betitelt man den hochenergetischen, vor Dreck triefenden Stil als Flamenco Glam Punk. Fakt ist, man bringt eben sehr variable Stil-Elemente homogen unter einen Hut. Dabei werden rudimentärer Punk, schmutziger Glam wie Sleaze kombiniert und mit einer Prise Latin-Rhythmen garniert. Die Band bleibt derweil konstant geradlinig und authentisch, obwohl man durchaus auf eine musikalische Verwandtschaft mit den New York Dolls, Killing Joke, The Cult und Hanoi Rocks hinweisen darf.
Immer mal wieder sind auch Murderdolls und Wednesday 13 Anleihen auszumachen, vor allem in Bezug auf die stellenweise richtig fiesen Vocals. So ganz nebenbei hat man aber auch wieder coole Hooklines zu eingängigen Songs zusammengeschustert. Tracks wie «My One Desire, Bun It Up», «Behind The Mask» oder Prince Of The Damned» bringt man so schnell nicht wieder aus den Gehirn-Windungen heraus. «Dark Faerie Tales» zeichnet sich als ultrastarkes Album mit Spass-Garantie aus.
Chris C.
