Die 2008 in Abtsgmünd (Baden-Württemberg) gegründete Truppe begeistert ihre stetig wachsende Fangemeinde mit dem neuen Album «We Are The Gods That Tear Ourselves Apart», mit dem sie den nächsten Entwicklungs-Schritt wagen und das einen weiteren Meilenstein in ihrer Bandgeschichte markiert. Die wie immer als Konzept-Album angelegte Platte wirkt als audiovisuelles Gesamtwerk mit einer deutlichen politischen Botschaft, die zum Nachdenken anregt.
Das Quintett ist erwachsen geworden, weiss genau, was es will und dementsprechend sind auch die Lyrics noch ausgereifter ausgefallen, als bei den Vorgängeralben. Stilistisch sind Necrotted ganz im modernen Blackened Death Metal angekommen. Gekonnt bewegen sich die zehn neuen Songs zwischen Genre-Grenzen, ohne dass diese Fluidität dabei erzwungen klingt. Death Metal, Black Metal sowie Elemente aus dem Slam und dem Core-Bereich werden zu einer explosiven Mischung angerührt. Donnernde Blastbeats und drückende Slam-Parts, krachende Breakdowns und im Kopf bleibende Gitarren-Riffs.
«We Are The Gods That Tear Ourselves Apart» lässt für Fans des Genres wirklich nichts vermissen. Zu den hauptsächlich in Englisch vorgetragenen Texten gesellen sich erneut auch Lyrics in der bandeigenen Muttersprache Deutsch. Asterix-Fanatiker und Sprachen-Nerds können gar einzelne lateinische Text-Passagen für sich entdecken. Vorgetragen werden diese gewohnt ausschliesslich mit unmenschlich anmutendem gutturalem Gesang.
«We Are The Gods That Tear Ourselves Apart» ist vermutlich nicht der ultimative neue Scheiss, dennoch wird das Album, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, ein grosses Echo im Bereich des zeitgenössischen Extreme Metals hinterlassen, weil es ehrlich und direkt ist. Das Schwabenländle hat definitiv nicht bloss Maultaschen und Spätzle zu bieten, sondern auch eine der Speerspitzen des deutschen Extreme Metals!
Oliver H.