Und während dieses Raumschiff die Erde ins Visier nimmt, fühlt sich «Master Of The Skies» wie dessen Übertragung an: schwer, bedrohlich und unverkennbar lebendig. Rock ohne viel Kompromisse. Die Band selbst beschreibt das Album mit einer klaren Vision: Magnus Ekwall reduziert es auf die Atmosphäre - Songs, die sich entweder zurückhalten oder ausbrechen. Christian Carlsson verweist auf Freiheit und lässt jeden Track seinen eigenen Weg finden. Roger Nilsson betont die kollektive Schöpfung, während Jolle Atlagic das Experimentieren als Motor dieser Bewegung hervorhebt.
Dieser Ansatz wird sofort deutlich. Der Titeltrack «Master Of The Skies» beginnt mit langsamen, schweren Riffs und setzt einen bedächtigen, beinah gravitationsartigen Ton. «Dark City» folgt mit einem etwas melodischeren Ansatz, ohne dabei seine Schärfe zu verlieren. «You Can Not Kill My Soul» sticht durch seinen akustischen Auftakt hervor, bevor er sich zu etwas Schwererem entwickelt. «It’s Over» führt einen subtilen genialen psychedelischen Groove ein. «Son of Light» fungiert als kurze, beinah zerbrechliche Verschnaufpause und bildet einen Kontrast zur dunkleren Umgebung.
Mit «If Tomorrow Never Comes» kehrt die Dynamik zurück und bringt einen klassischen Rock-Drive mit sich. «Light Turns Low» gibt sich hingegen einem hypnotischen Groove und Wiederholungen hin. Das Herzstück «Mastodon» erstreckt sich über fast zehn Minuten, wechselt zwischen dichter Schwere und offeneren Passagen und ist wohl der ambitionierteste Moment des Albums.
«Master Of The Skies» beeilt sich nicht, zu beeindrucken. Es baut sich auf, entfaltet sich und verweilt – wie ein Signal aus dem Weltraum, dessen volle Botschaft sich erst offenbart, wenn man weiterzuhört. Mir gefällts und ich werde den Song «Mastodon» solange weiterhören bis ‘Ozzy’ landet. Am Besten hier in der Schweiz.
Lukas R.