Dies deswegen, weil Heavenwood irgendwie immer ein Untergrund-Tipp geblieben sind, trotz sehr starkem Sound, vielen Auftritten sowohl als Vorband wie auch als Hauptact und einem zwar überschaubaren, jedoch umso intensiveren Katalog an Veröffentlichungen. Und ich persönlich befürchte, dass auch dieser neue Release den Status nicht verändern wird – vesteht mich nicht falsch, die Musik ist druckvoll, eindringlich, weisst immer wieder Einschübe von akustischer Seite oder cleanem Gesang auf, fetzt und wälzt sich langsam durch die Gehörgänge...
Aber trotz aller Professionalität, trotz allen Referenzen zu November's Doom, Memory Driven, teilweise Paradise Lost oder Katatonia – für die ältere Generation ist man kaum aufgefallen (im Gegensatz zu beispielsweise den Landsleuten Moonspell), für die jüngere Generation ist man zu wenig eingängig. Deshalb, mein ganz persönlicher Appell an alle Dark Metal Fans da draussen: Gebt Heavenwood eine Chance! Denn die Mischung aus Groove, Düsternis, niederschmetternden Growls und erhebenden, leichteren Passagen ist vielleicht nicht modern, aber so intensiv wie sonst nur was.
Zudem, einfach als Nebenbemerkung: Man hört aus all den Songs mehr als nur deutlich die Dedikation von Ricardo Dias heraus. Heavenwood ist jetzt sein persönlicher Fokus von allem, was er in sich trägt und den Zuhörern mitteilen will. Einprägsam!
Toby S.