«Doors Of Yesterday» lebt in der ersten Hälfte von ruhigen Klavierklängen, bevor die Gitarren einsetzen und das Ganze zu einer Powerballade machen. Schon hier merk man, dass die Aussies ein Gespür für grosse Gesangsmelodien haben. Dem entgegen steht die harte, treibende Progressive-Nummer «Mr Crazy». Zu «Arrow» sagt der Frontmann folgendes: Dieser Track ist unser Liebesbrief an den Pop-Rock der Neunziger-Jahre, als Songs mit grosser Emotion und noch grösseren Hooks die Radiowellen beherrschten. Dem kann ich mich nur anschliessen.
Auch «Enemy In The Garden» (cooler Titel) ist eine klasse, verspielte Progressive-Nummer, die ein wenig an Dream Theater erinnert. Und dann wieder eine ruhige Nummer namens «Ghost Hands», welche die musikalische Vielseitigkeit der Australier unterstreicht. Zum Schluss gibt man mit der fast zwölf Minuten langen Progressive-Nummer «Left In The Fire» nochmals ordentlich Vollgas. Und so ist «The Silent Architect» ein Progressive-Werk, das nicht nur voll durchhämmert, sondern auch mit viel Gefühl und oft ruhigeren Momenten überzeugt. Ein überdurchschnittliches Progressive-Epos, das berührt und keine Schwächen kennt.
Crazy Beat