
Swiss Hard Rock and Heavy Metal Magazine since 1999
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Anfang der 2020er Jahre tauchte eine Truppe aus der Versenkung auf, die eine monströse Mischung aus verdrehtem, doomlastigem Brutal Death spielt, bestehend aus langjährigen Mitgliedern der US-Metalszene.
Es ist ein bisschen wie beim Apérogebäck: Wir alle kennen und lieben es, doch egal, zu welcher Marke wir greifen – irgendwie schmeckt es meistens ziemlich ähnlich. Dann kommen neuerdings diese trendigen japanischen Reiscracker daher: salzige Nori-Senbei mit Algen, fischige Ebi-Senbei mit Crevetten oder süsse bis scharfe Arare. Und plötzlich spielen unsere Geschmacksknospen verrückt – irgendwo zwischen Begeisterung, Ekel und vor allem Staunen.
Das Album startet vielversprechend. Vor allem der Titeltrack weiss zu gefallen, und das Piano sorgt für einen atmosphärischen Akzent, der mir besonders gut gefällt. Ich möchte wirklich, dass dieses Album grossartig wird. Wie könnte es auch anders sein?
Was ist eigentlich so faszinierend an einem Monolithen? In "2001: A Space Odyssey" erscheint er als rätselhaftes Symbol, das Entwicklung, Veränderung und etwas Grösseres als den Menschen selbst verkörpert.
Die polnische Band Blindead hat ihren Namen offensichtlich nicht aus kosmetischen Gründen in BLINDEAD 23 geändert. Schon diese seltsame Zahl wirft Fragen auf.
Hmm..., so sehr ich mich auch auf einen Release dieser Truppe freue, so stelle ich mir hierbei einige Fragen. Der Sound erklingt nicht wirklich remastered, eventuell etwas weniger "staubig" oder "körnig" als auf dem Original von 1991. Eventuell kann man den Gesang etwas besser differenzieren – aber das wars dann auch schon.
NOVEMBREs «Words Of Indigo» wirkt ein bisschen wie ein geduldiges Ausatmen. Mit diesem Album setzt die italienische Band ihren langen Bogen atmosphärischen Doom/Death fort - diesmal jedoch mit deutlich ruhigerer Hand am Ruder. Die Identität des Albums basiert auf Kontrasten: Samtige Melodien, die an grobe Verzerrungen grenzen, und eine emotionale Spannung, die sich langsam entfaltet, ähnlich wie sich Tinte in Wasser verteilt.
Mat McNerneys neues Projekt hat eine düstere Ausrichtung: apokalyptischer Post-Punk, zu dem man mit zusammengebissenen Zähnen tanzen kann. «Slime of the Times» zerlegt die Beastmilk-/Grave-Pleasures-DNA bis auf die Grundfesten und lötet sie an härtere Schaltkreise – anarchistischer Puls, industrielles Kratzen, Goth-Metal-Glanz – und setzt dann die ganze Maschinerie in Gang.
Anlässlich ihres 35-jährigen Jubiläums haben die japanischen Avantgarde Metal Veteranen von SIGH ihr Konzept-Album «Hangman's Hymn» aus dem Jahr 2007 neu aufgenommen und unter dem Titel «I Saw The World's End – Hangman's Hymn MMXXV» veröffentlicht.
Asche auf mein Haupt oder besser gefragt wie konnte es passieren, dass ich, als Death Metal Verfechter, bisher noch nie etwas von CANCER gehört habe? Zumindest keinen Song von ihnen!? Den Schriftzug kenne ich bestens, doch Zeit meines Lebens wurden Cancer stets in die Thrash Heavy Ecke gedrängt. Glücklicherweise wurde dieser Irrtum nun beim siebten Studio-Album «Inverted World» erkannt und behoben.