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«Tiefe Erde» von WANDAR versucht gar nicht erst durch technisches Spektakel oder modernen Post-Black-Glanz zu beeindrucken. Stattdessen zieht es den Hörer in eine beklemmende Welt aus Verfall, Trauer und existenzieller Finsternis, die tief in den Traditionen des klassischen deutschen atmosphärischen Black Metal verwurzelt ist.
Als ich las, dass die Band aus Norddeutschland stammt, schweiften meine Gedanken zwischen trostlosen Küsten und seltsamen, halb vergessenen Geschichten umher – fast wie bei Timmy oder Fridoline, (je nach Quelle) dem in den kalten nordischen Gewässern verlorenen Wal, der die ganze Welt verückt macht. Dieses Bild trägt etwas Still-Existentielles an sich und passt gut zu ABKEHRs viertem Album.
Mit «Act II – Of Iron And Blood» erweitern LÖMSK ihre Debüt-Vision zu einem disziplinierten und zusammenhängenden Gesamtwerk. Das Album funktioniert am besten als Ganzes, doch einige Tracks verdeutlichen die künstlerische Bandbreite der Band besonders: «Fields Of Elysium», «Entropia», «Furia» und der Titeltrack «Of Iron And Blood». Zusammen zeigen sie, wie Lömsk Atmosphäre, Spannung und kontrollierte Wildheit im modernen, melodischen Black Metal in Einklang bringen.
"Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch." (Bertold Brecht, Svendborger Gedichte, 1939) Das Album beginnt mit einer Frage: Was bleibt vom Frieden übrig, wenn Krieg zu unserer Muttersprache wird? HÆRESIS antworten darauf ohne Gnade.
Das rätselhafte deutsche Black Metal Duo EMPEIRIA, dessen Mitglieder unter den Symbolen π und η anonym bleiben, hat mit «The Ascent: Szenen der Katharsis» ein beeindruckendes Konzept-Album veröffentlicht.
Die Band VERHEERER stammt aus Flensburg und erläutert in ihrem Statement: "«Urgewalt» ist all jenen gewidmet, die sich gegen Unterdrückung und Faschismus erhoben haben, respektive die diesen Kampf Tag für Tag fortsetzen - Ihr seid die Stimme der Toten!"
Hexen sind in der Schweiz ein besonders sensibles Thema, da Anna Göldin, die letzte Person, die 1782 in Europa wegen Hexerei hingerichtet wurde, ein tragisches Vermächtnis hat.
Mit dem zweiten Langeisen «Phantast» melden sich ÄERA zu einem Bewertungs-Termin zurück. Mit «Kosmos» wird man geradewegs in die Umlaufbahn katapultiert und das mit schnellem Black Metal, der aber auch Platz für ergreifende Melodien bietet.
Das infernalische Duo von ERNTE sticht schon zum dritten Mal erbarmungslos mit der Hellebarde zu. Mit dem neuen Album «Weltenzerstörer» haben sich Askahex (Bass, Violine,Vocals) und Häxar (Bass, Drums, Gitarre, Recording, Mixing) wahrlich selbst übertroffen!
Dem vierten Album der Dänen SOLBRUD liegt eine interessante Grund-Idee zu Grunde. Jedes Band-Mitglied sollte eine Seite des Doppel-Albums komponieren und schreiben. Sänger und Gitarrist Ole Luk verliess die Band zwar, ist aber ebenfalls noch auf «IIII» vertreten und zu hören.