Mit Isaac Faulk steht übrigens kein Unbekannter der Szene am Ruder bei Stormkeep. Der talentierte Multiinstrumentalist steht auch bei Blood Incantation und Wayfarer auf dem Line-up. Doch wie klingt nun das zweite Album? Nun, man kann sagen, dass die Frische des Debüts einer ernsteren, düsteren Grundstimmung gewichen ist. Die zweite grosse Veränderung ist der Klargesang, welcher bereits dem Opener «The Taste Of Immortal Blood» eine epischere Grundausrichtung verleiht. Die cineastische Ausrichtung erinnert natürlich auch an die starken Tage von Dimmu Borgir, aber trotz allem Bombast klingt es trotzdem noch nach Stormkeep.
Dass man härtetechnisch nicht verweichlicht, hört man schon beim folgenden Song «The Black Dragons Of Iswylm». Melodien stehen aber an erster Stelle, erzeugt entweder durch die klug eingesetzten Keyboards oder mit phasenweise fantastischer Gitarrenarbeit. Den Höhepunkt haben sich Stormkeep für den Schluss aufgehoben. Das fast zehnminütige «Ballad Of A Fallen Star» bündelt noch einmal alle Stärken und beschliesst ein Album, welches sich vor dem Debüt beileibe nicht verstecken muss, aber trotzdem eine beachtliche Weiterentwicklung darstellt. Wer mit den genannten Bands etwas anfangen kann, der darf hier blind zuschlagen.
Rönu