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Während sich alle mit Metallicas «Kill’em All» vergnügten, stand ich eher auf die erste Scheibe von SLAYER. «Show No Mercy» war für mich so etwas wie der Einstieg in die aufkeimende Thrash Welle, bis ich mich dann völlig bei Megadeth, Overkill, Testament, Flotsam & Jetsam, Heathen, Anthrax, Exodus, Sacred Reich und anderen vergnügte.
Nachdem «Show No Mercy» einen bleiben Eindruck hinterliess, gingen die US Boys mit der EP «Haunting The Chapel» einen bedeutend härteren Weg und verliessen ihre Heavy Metal Roots mehr und mehr. Dies gipfelte sich 1985 in «Hell Awaits», einer Scheibe, die für viel Aufsehen sorgte. Allein das Cover, in Anlehnung an den Track «Necrophiliac», hinterliess seine Spuren. Aber auch der gesprochene Part beim eröffnenden Titelsong liess zuerst so manchen Zuhörer erstaunt zurück.
Mit Tracks wie «At Dawn They Sleep», dem ungestümen «Necrophiliac» (das einen bis in die schlimmsten Albträume begleitet), dem durch wilde Gitarren-Orgien versehene «Hardening Of The Arteries», sowie dem wohl besten Track von Slayer ever, «Hell Awaits» darf man hier getrost von einem Meilenstein sprechen (auch wenn die Jungs 1986 mit «Reign In Blood» ihren Über-Klassiker schrieben).
«Hell Awaits» kommt nun als «40th Anniversary Edition» in die Läden. Okay, dies sicherlich ein Jahr zu spät, aber mit einer schmucken Aufmachung. Neben einem 60-seitigen Buch, welche der Vinyl-Edition beigelegt ist, erklingt zusätzlich die Show vom 18.06.1985 aus der Zeche in Bochum. Was für ein grandioses Konzert, welches die Band und das Publikum in ausgelassener Stimmung präsentiert. Die Soundqualität ist (recht) gut und belegt, zu welchem Abriss-Kommando die Truppe fähig war.
Das Set, bestehend aus den ersten beiden Scheiben und den Tracks von «Haunting The Chapel», bietet auch die Ansagen von Tom Araya, dem man sichtlich seinen "Humor" und sein breites Grinsen durch die Boxen "ansehen" kann. Diese Edition bietet einiges, auch für den Die Hard Slayer Fan. Zudem wird Musikgeschichte auf dem Silber-Tablett präsentiert, der man sich nicht entziehen sollte.
Tinu