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Metal Factory since 1999
07. Februar 2026, Freiburg im Breisgau (D) - Artik
By Rönu
Mein Interesse an Symphonic Metal hat bekanntlich stark abgenommen, weil Nightwish plötzlich keine eingängigen Songs mehr hinbekommen und Within Temptation sowie Ad Infinitum in moderne Gefilde vorgedrungen sind. Bisher habe ich eigentlich nur Visions Of Atlantis und Leaves' Eyes noch die Stange gehalten, doch dabei vergesse ich glatt, dass es da ja noch eine Band aus Schweden gibt, die seit mittlerweile 38 Jahren immer für feinste Qualität bürgt. Aber irgendwie zähle ich THERION immer noch zum Death Metal, auch wenn das natürlich längst anders und keine Ahnung, wieso das so ist.
Ähnlich wie Witchfinder General, Witchfynde oder Pentagram haben PAGAN ALTAR eigentlich erst im neuen Jahrtausend die Anerkennung erhalten, die sie eigentlich verdient haben. «Lords Of Hypocrisy» war das zweite full-length Album und erschien 2004, allerdings stammen die Songs alle aus den Jahren 1976 bis 1983.
05. Februar 2026, Pratteln - Z7
Text by Rönu - Pics by Hans-Ruedi W.
Mit den ersten beiden Alben ist es SAGENBRINGER einerseits gelungen, die Anhängerschaft massiv zu steigern, und anderseits wurde die Messlatte für das dritte Werk natürlich recht hoch gelegt. Bisher waren die Deutschen vor allem im nordisch mythologischen Raum unterwegs, was die Lyrics angeht. Diesmal öffnet man sich auch etwas in Richtung anderer Sagen, was das Feld für die Zukunft nun ein wenig öffnet.
Mitte Juni vergangenes Jahr beehrten INDUCTION das Zürcher Publikum im Komplex 457 als Vorband von Savatage. Als die Band den Europe Klassiker «The Final Countdown» ohne Keyboarder zum Besten gab, war das für unseren hochgeschätzten Metal Factory Kollegen Tinu zu viel. Ich musste ihn fast schon zurückhalten, denn er war kurz davor auf die Bühne zu springen, um Tim Hansen den Hals umzudrehen.
Wie kann denn der Autor dieser Zeilen das vorliegende Album in seiner Jahresbestenliste 2025 führen, wenn die Veröffentlichung erst am 06. Februar 2026 ist? Nun, diese Unart hat sich leider in den letzten Jahren bei vielen Labels eingeschlichen. Erschienen ist «Dreamruler» nämlich schon Ende November, aber die Tonträger sind nun erst ab Februar erhältlich. Müsste wirklich nicht sein!
Das italienische Trio existiert bereits seit siebzehn Jahren und «Reek Of Gold» ist das sechste Album der Band. Für mich allerdings ist es die erste Begegnung, ein Grund dafür ist sicher auch, dass BARBARIAN bisher bei relativ unbekannten Labels wie "Doomentia" oder "Hells Headbangers" unter Vertrag standen. Mit "Dying Victims" dürfte der Bekanntheitsgrad nun eine Steigerung erfahren.
Die Madrilenen werfen ihr zweites Album ins Becken und schwimmen dabei im selben Teich mit Bands wie Hitten, Chastain oder Cobra Spell. Das Gehirn der Band ist Gitarrist Jonjo Negrete, welcher das Album in Eigenregie aufgenommen, produziert und gemastert hat: "Etwas experimenteller sind wir geworden, ohne allerdings die Essenz von RAVE IN FIRE zu opfern. Der grösste Unterschied zwischen «Square One» und seinem Vorgänger ist der Fakt, dass «Sons Of A Lie» (2022) ein Album war, welches für zwei Gitarren geschrieben wurde."
Nightwish haben viel von ihrer hymnischen Klasse verloren, Within Temptation und Ad Infinitum gehen in eine deutlich modernere Richtung und Epica treten – zwar auf akzeptablem Niveau – irgendwie auch auf der Stelle. Irgendwie habe ich den Eindruck, der Symphonic Metal darbt irgendwie dahin. Ob ausgerechnet die bisher eher zweit-, wenn nicht drittklassigen CORONATUS daran etwas ändern können? Es wäre eine faustdicke Überraschung!