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ACHTUNG: Das wird eine lange Rezension des neuen Albums von Trelldom (700+). Das muss sie einfach sein. Nicht, weil ich intellektuell klingen will, sondern weil ich manchmal das Gefühl habe, einer der wenigen Irren zu sein, die sich freiwillig tief genug in solche musikalischen Abgründe wagen, um überhaupt beschreiben zu können, was hier eigentlich passiert. Denn «...by the word...» weigert sich konsequent, als blosses Hintergrundgeräusch zu funktionieren.
Nach mehr als zehn Jahren melden sich SLEEPING PULSE mit «Dreams & Limitations» zurück. Mick Moss und Luís Fazendeiro verbinden darauf erneut nordenglische Melancholie mit portugiesischer Wärme und schaffen ein progressives Dark Rock Album, das eher zum Eintauchen und Nachdenken einlädt, als einfach nur zu unterhalten.
Meine Kollegen werden vermutlich erneut die Augen verdrehen - wieder eine ausführliche Besprechung, wieder eine hohe Bewertung. Ist das also ein Album für die Ewigkeit? Wahrscheinlich nicht. Doch im Hier und Jetzt entfaltet diese Musik eine enorme Wirkung: Sie begleitet, fordert und fasziniert. Sicher kein Werk für jeden Geschmack, aber für mich in diesem Moment absolut überzeugend. Eventuell sogar was für Renés "MF End-of-the-year top 10".
Achtung, dies ist nix für Metal-Heads. Mit «Nowhere in Between Forever» weigern sich LANTLOS erneut, stillzustehen. Was vor Jahren im Schatten des Black Metal begann (.neon), hat sich nun in etwas weitaus Schwererfassbareres verwandelt: eine schimmernde Mischung aus Alternative Metal, Dream-Pop-Texturen und elektronischer Nostalgie, die zugleich unmittelbar und seltsam fern wirkt.
«Seed Of The Formless» von THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT wie eine stille, aber entschlossene Erweiterung des Horizonts. Für eine Band, die seit Langem mit zarten, naturverbundenen Folk-Atmosphären in Verbindung gebracht wird, bringt dieses achte Album eine neue Anziehungskraft mit sich: schwerere Texturen, einen tieferen Klangraum und ein Gefühl für Weite, das über die Waldbilder ihrer früheren Werke hinausgeht.
Achtung, dies ist kein Metal und auch nicht mal ein Heilung Ersatz! Manche Alben versuchen durch Intensität zu beeindrucken, andere entfalten sich langsam und versetzen die Zuhörer in einen anderen Geisteszustand. «Acou», das fünfte Album des russischen Gothic Folk Ensembles MOON FAR AWAY, gehört eindeutig zur letzteren Kategorie.
Mit «Hulders Ritual» setzen SLAGMAUR ihre eigene Interpretation des norwegischen Black Metal fort. Das stark konzeptorientierte Album wirkt wie ein fortlaufendes Ritual.
Unser Hund Naikyn stammt aus Sibirien - vielleicht versteht er diese Töne Musik besser als wir. «Aba Khan» verhält sich auch nicht so recht wie Musik, die wir einfach so konsumieren, sondern mehr wie ein Ort. Wind, Atem, Trommelfell und entfernte Stimmen bilden eine Umgebung, in die man eintritt, statt einer Sammlung von Titeln, denen man folgt.
Mit «Lupus Viridis» kehren VRÎMUOT in eine dunkle Folk-Landschaft zurück, die älter als die Erinnerung scheint. Das deutsche Projekt unter der Leitung des Multi-Instrumentalisten und Geschichten-Erzählers T. S. (alias Lupus Viridis) erweitert seine mythopoetische Vision weit über das Debüt hinaus.
Oha..., die Amis von NOVEMBER'S DOOM kommen seit knapp sechs Jahren mit einem neuen Output daher. Das wäre soweit nicht weiter erstaunlich, aber man sollte dabei bedenken, dass die Jungs alle nebenbei noch einer regulären Berufstätigkeit nachgehen und auch die Corona-Zeit dazwischen lag. Somit sind diese ungefähr sechs Jahre eigentlich ziemlich fix.