
Swiss Hard Rock and Heavy Metal Magazine since 1999
You can reach us via email or phone.
+41 (0) 79 638-1021
Metal Factory since 1999
25. April 2026, Pratteln - Z7
By Hansruedi
Obschon das Konzert nicht an einem Wochentag war und auch meiner Meinung nach drei gute Bands aufspielten, war das Z7 leider nicht ausverkauft. Es ist etwas unverständlich, warum der Zeitplan offenbar so eng gesteckt war – an einem Wochenende hätte man den Protagonisten durchaus etwas mehr Freiraum (und Spielzeit) verschaffen können.
League Of Distortion
Anna Brunner (man kennt sie als eine der drei Sängerinnen von Exit Eden) hat die Band zusammen mit dem Kissin' Dynamite Gitarrist Jim Müller gegründet (der heute leider nicht spielte). Als Opener des Abends war der Auftritt natürlich kurz gehalten, und es gab bloss sechs Tracks der beiden Alben der Band zu hören. Eröffnet wurde temporeich mit «Galvanize», dem Titeltrack des zweiten Albums. Für den Opening Act wurde etwas viel gequatscht – da hätte eher noch ein Song mehr reingepasst. Auch endete der Auftritt ziemlich abrupt, was offenbar viele Zuschauer irritierte.
Dogma
Die fünf Musikerinnen, alle hübsch als Nonnen geschminkt und angezogen, lieferten eine gute Show ab – den Fotografen und grossen Teilen des Publikums gefiels auf jeden Fall. Immer leicht provokant wurden die Songs von ihrem Debüt-Album, plus die zwei zwischenzeitlich veröffentlichten Singles zum Besten gegeben. «Fate Unblinds» wurde erst vor einigen Wochen veröffentlich – mit gewohnt anstössigem Video dazu. Auch das Madonna Cover «Like A Prayer» durfte dabei nicht fehlen. Die Instrumente wurden sauber gespielt, vor allem die Drums bildeten ein starkes Fundament für den Sound von Dogma, der sich über weite Strecke nach Metal aus den 90ern anhörte. 
Ende 2025 entstand ja viel Aufruhr, als drei der Mädels die Band verlassen haben, aber davon spürte man heute Abend wenig – lediglich das Stimmen-Potenzial der letzten Lilith-Besetzung war noch etwas besser. Es wurde viel Bein gezeigt, und nach den ersten ein, zwei Songs stimmte dann auch die Sound-Abmischung. Trotzdem war auch hier der Auftritt leider viel zu schnell wieder vorbei.
Lord Of The Lost
Auch wenn nicht ausverkauft, so waren viele Hardcore-Fans der Band heute anwesend – die Ersten sassen schon um 16:00 Uhr vor dem Einlassgitter des Z7. Darum kein Wunder, dass das Publikum gleich von Beginn an gut abging. Die Atmosphäre mit Sound und Licht war klasse, respektive inszenierte die Songs von Lord Of The Lost sehr gut. Die Band spielte über zwanzig Songs, einiges von den letzten drei Alben aus der «Opus Noir»-Reihe, aber auch viele Stücke aus dem grossen Fundus der Truppe. 
Es war für jeden etwas dabei. Die ganze Band und der Lord im Speziellen schienen sich sehr wohl zu fühlen im Z7 und zeigten das auch mit ihrem Feedback wie der demonstrierten Spielfreude. Mit «Please Break The Silence» folgte noch ein Duett mit Anna Brunner von League Of Distortion, und mit «The Days Of Our Live» beschloss man schliesslich den Abend.
Die internationale, gemeinnützige Meeresschutz-Organisation "Sea Sheppard" war ausserdem, auf Wunsch von Lord Of The Lost, auch mit einem Stand anwesend.>