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AVONs «Black On Sunshine» kommt mit all den richtigen Schlagworten daher: Wüsten-Rock-Rauheit, psychedelische Anklänge, Verbindungen zu Kyuss und Queens Of The Stone Age. Doch das Hörerlebnis wird diesem Versprechen selten gerecht. Was sich stattdessen entfaltet, ist ein Album, das sich hartnäckig im ersten Gang festgefahren anfühlt und sich auf Wiederholungen wie auch Rohheit als Ersatz für echte Tiefe im Songwriting verlässt.
Die Produktion rückt dicke, verzerrte Riffs in den Vordergrund und hält die Energie hoch – exakt das, was sie sich vorgenommen hat. Doch genau dieser Ansatz wird zur Hauptschwäche des Albums. Viele Tracks verschwimmen zu einer durchgehenden Wand aus Midtempo-Rhythmen, in der es einzelnen Ideen schwerfällt, sich abzuheben. Selbst wenn ein Song etwas Markanteres andeutet – wie die etwas spacigeren Texturen von «Spacebar» oder das geringfügig melodischere «Never In A Million Years» – fällt er schnell wieder in dieselben vorhersehbaren Muster zurück.
Gesanglich polarisiert das Album noch stärker. Der Gesang stützt sich stark auf einen rauen, fast gleichgültigen Ton, der vielleicht auf Attitüde abzielt, aber eher irritierend wirkt. Anstatt die Instrumentierung zu ergänzen, wirkt er häufig distanziert, als wäre er über die Musik gelegt statt in sie integriert.
Die Herkunft der Band und ihr Bekenntnis zu einer reduzierten, im Garage-Rock verwurzelten Ästhetik sind unbestreitbar. Für Zuhörer, die sich intensiv für diese rohe, ungeschliffene Ecke des Stoner Rock interessieren, findet sich hier vielleicht etwas, woran sie sich festhalten können. Alle anderen, wie auch ich, hingegen finden «Black On Sunshine» einfach nur als eintönig – laut, beharrlich und letztlich ohne die Hooks oder die Dynamik, die nötig wären, um zumindest schon mal aufzufallen. In and out, gone!
Lukas R.