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Ich hätte echt nicht gedacht, dass nach «My Darkness, Darkness» noch was von der schwedischen Truppe daherkommt. Auf eine gewisse Art und Weise hatte sich dieses Album wie ein Abschied angehört... Und jetzt, 10 Jahre später, sind die Jungs und das Mädel wieder da.
Als erstes sollte angemerkt werden: Mit Lotta Höglin und Erik Molarin sind die beiden ursprünglichen Sänger wieder zurück am Mikro, und diese Vertrautheit, diese Dynamik, dieses Wechselspiel zwischen den beiden - man hört es meiner Meinung nach aus jedem einzelnen Ton heraus. Nun, aber logischerweise nicht nur der Gesang, auch die Instrumentalfraktion beherrscht ihr Handwerk nach all den Jahren, es klingt, als hätte man die Instrumente nie weggelegt. Nun aber zum Output an sich: «Future.Present.Past» - ein ebenso mysteriöser wie auch komplettierender Albumtitel.
Ganz ehrlich, man hätte sich keinen besseren auswählen können, denn die Musik, der Gesang, das gesamte Gefühl, das in einem erzeugt wird, wenn man der Musik lauscht - dies alles verbindet, was war, ist und sein wird. Dabei wird schön darauf geachtet, dass nicht nur Balladen oder härtere Tracks das Hörerlebnis dominieren, es ist eine Mischung aus bisher dagewesenen und moderneren Einflüssen. Wobei sich letztere eher auf die Produktion, die Art und Weise, wie die Musik erschaffen und dargeboten wird, auswirkt.
Und ja, ich schreibe mich hier um Kopf und Kragen - ich kann schlichtwegs keine Auflistung der einzelnen Songs machen, da jeder einzelne tief greift, die Seele berührt und Emotionen hervorruft, die vielleicht ganz tief begraben sind. Ja, all dies mag nichts und gleichzeitig alles aussagen - ein jeder muss für sich selber dieses Wechselbad erleben und auch aushalten. Aber die Belohnung hierfür ist einfach wunderschön.
Fazit: Wer emotionalen Gothic Metal mag, welcher auch mal härter in die Saiten greift, sich jedoch nie zu schade für ein gleichzeitiges Eingestehen der eigenen Verletzlichkeit ist, sollte, nein muss hier zwingend zugreifen. Perfekt!
Toby S.