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«Still There’s A Glow» ist ein hart erkämpftes Dokument der Selbstreflexion und des Wachstums. Sweet Pill geben sich während 13 Songs unverfälscht und authentisch, voller lyrischer Ehrlichkeit.
Geschrieben und aufgenommen wurde die Platte in den drei turbulenten Jahren nach ihrem Debütalbum «Where The Heart Is». Nachdem ein ganzes Album an Demos verworfen wurde, ist «Still There’s A Glow» nun die dynamische, kathartische Reise, die der Fünfer im Anschluss herbeigeführt hat. Das eng verbundene Quintett aus Philadelphia und New Jersey, Sängerin Zayna Youssef, die Gitarristen Jayce Williams und Sean McCall, Bassist Ryan Cullen und Schlagzeuger Chris Kearney, war seit der Veröffentlichung von «Where The Heart Is» praktisch ununterbrochen unterwegs.
Obwohl Youssef die ganze Zeit über Songs schrieb, forderten die neuen Erwartungen und das intensive Tourprogramm ihren Tribut: Als es für Sweet Pill an der Zeit war, mit den Aufnahmen für ihre aktuelle Platte zu beginnen, hatte Youssef eine Schreibblockade und war bei fast der Hälfte der Songs noch dabei, herauszufinden, was und wie sie singen wollte. Die Band beschloss, einen Neuanfang zu wagen und hier beginnt «Still There’s A Glow» wirklich. Das Sammeln von zusätzlichem neuem Material von ihren Bandkollegen half Youssef dabei, sich textlich zu befreien, und das gesamte Unterfangen markierte einen Wandel in der kreativen Dynamik von Sweet Pill.
Es ist ihre erste Veröffentlichung, die vollständig als Gruppe und mit der aktuellen Besetzung geschrieben wurde. Von der ersten Note an klingt «Still There’s A Glow» wie eine Band, die sich wieder gefunden hat, mit Texten, die angesichts der täglichen Kämpfe mit Druck und Selbstzweifeln von tiefer Entschlossenheit zeugen. Das Album hat einen ausgefeilteren Sound, der die Entwicklung von Sweet Pill unterstreicht. Knackig aufgenommen von den Gradwell-House-Künstlern Matt Weber (Produzent, Toningenieur, Mix) und Dave Downham (Mastering), sind die Songs kraftvoll, zeigen aber zeitweise auch eine ruhigere neue Richtung, während sie sich dennoch vertraut anfühlen.
Einige sind optimistisch und bejahend, während andere schimmern und glühen, verwoben mit dem Zusammenspiel der Stimmen von Youssef und McCall. «Still There’s A Glow» ist die surreale Darstellung von Feuer und Zerstörung, symbolisch für Youssefs Reise der Selbstkonfrontation, des Niederbrennens und Wiederaufbaus, wie sie sich durch ihr Leben und ihre persönlichen Beziehungen bewegt. Ein sehr persönliches Album, für Fans, die über einen etwas offeneren Musikgeschmack verfügen.
Oliver H.