
Swiss Hard Rock and Heavy Metal Magazine since 1999
You can reach us via email or phone.
+41 (0) 79 638-1021
Metal Factory since 1999
Mit «Dreamcrush» erreichen MØL einen Punkt, an dem Ambition und Zurückhaltung aufeinandertreffen. Das dritte Album der dänischen Band zielt eher darauf ab, Blackgaze zu verfeinern, indem Überflüssiges weggelassen und die emotionale Wirkung vertieft wird. Das Ergebnis ist ein Album, das sorgfältig gestaltet wirkt, bewusst Kontraste setzt und selbstbewusst genug ist, um Zerbrechlichkeit und Kraft nebeneinander bestehen zu lassen.
Wenn man sich mit der musikalischen Entwicklung von KREATOR auseinandersetzt, dann stellt man fest, dass von der einstigen Rumpel-Combo nicht mehr viel übriggeblieben ist. Schon mit dem dritten Album «Terrible Certainty» (1987) vermischte Bandleader Mille harte Klänge mit melodischeren Parts und richtete immer einen Gitarren-Leckerbissen her, der seinen Ursprung in der "New Wave Of British Heavy Metal" hatte.
BEYOND THE BLACK bleiben sehr stark! War ich bereits von ihrem selbst betitelten Vorgänger begeistert, wiederholt sich das jetzt wieder. Und auch ich tue dies hiermit: Hier ist das Songwriting schlicht massiv – und das obwohl mich BandS mit symphonischen Frauen-Stimmen sonst eher langweilen.
EQUILIBRIUM waren für mich Helden! Ob mit Helge Stang oder Robse Dahn am Mikro, die Truppe wurde von Platte zu Platte besser, bis 2016 «Armageddon» einen musikalischen Wechsel einläutete. Vermehrt orchestrale Songs und immer weiter weg von der deutschen Sprache schien die Devise von Mastermind René Berthiaume.
Nach dem überwältigenden Erfolg ihres zweiten Studio-Albums «March Of The Unheard», das im Januar 2025 erschien, und ihrer ersten europäischen Headliner-Tournee mit den Labelkollegen von Pain möchten THE HALO EFFCT ihre wachsende Fangemeinde mit neuer Musik bei der Stange halten.
Seit Jahren schlägt James Kents Projekt PERTURBATOR eine Brücke zwischen Heavy Metal und düsterer elektronischer Musik - nicht das Produkt eines Experiments, sondern der Ausdruck gemeinsamer Wurzeln.
Das dritte Album von CONJURER fühlt sich an, als stünde man am Rand eines Vulkans: Momente der Stille, dann plötzlich eine glühend heisse Explosion. «Unself» baut auf diesem Kontrast auf: ruhige Gitarren-Klänge und nackte Stimmen, die von Blastbeats, Drop-Tuning-Lawinen und kehlenschneidenden Schreien zerrissen werden. Fast jeder Track nutzt diesen Wechsel zwischen Zurückhaltung und Bruch als Waffe.
Die 2002 gegründeten Deathcore-Pioniere Despised Icon kehren mit ihrem siebten Album «Shadow Work» zurück. Das Album markiert ein bedeutendes Kapitel für die Band aus Montreal, deren Kernbesetzung seit ihrer Gründung weitgehend unverändert geblieben ist, wodurch sie ihrem Sound und ihrem Spirit treu bleiben konnten.
Max Cavalera tanzt bekanntlich auf vielen Hochzeiten, allerdings ist nicht jedes Fest gleich glamourös. So verhält es sich auch mit den Alben von SOULFLY, die nie wirklich schlecht sind, aber oftmals einen hörbaren Qualitäts-Unterschied aufweisen, wie zwischen «Ritual» (2018) und «Savages» (2013) zum Beispiel. Umso überraschender die Feststellung, dass das dreizehnte Album «Chama» erneut zur besseren Sorte gehört.
Aus der verbrannten Erde von Texas kehren TRIBAL GAZE mit «Inveighing Brilliance» zurück, einem Death Metal Monolithen, der von Gewalt und unerbittlicher Brutalität geprägt ist. Der Fünfer beschwört Visionen von urwüchsiger Wut und nihilistischer Klarheit mit einem Sound herauf, der in der Rohheit des Oldschool Death Metals verwurzelt ist, aber mit modernen Elementen geschärft wurde.