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Der Musiker EINAR SOLBERG (Sänger von Leprous) kehrt mit «Vox Occulta», seinem zweiten Projekt, zurück unter eigenem Namen und einem kühnen, schweren wie symphonischen Statement, das in Zusammenarbeit mit dem begehrten "Norwegian Radio Orchestra" aufgenommen wurde.
Solberg will sich als einer der epischsten Charaktere der experimentellen Musik etablieren. Er möchte als der cineastische Mensch im der progressiven Szene gesehen werden, erklärt er. Dies ist in der Tat ein sehr cineastisches Album, und genau das war sein Ziel. So klingt der Opener «Stella Mortua» schwer aus den Lautsprechern. Fette Gitarren und das Orchester dominieren bei «Liberatio», dazu der spezielle Gesang von Solberg sowie mächtige Musik mit klassischen Progressive-Einschüben prägen den Song. Das Ganze ist alles andere als leicht verdaulich.
Bei «Serenitas» geht man es dann um einiges ruhiger an. Zarter Gesang, dezente Drums im Hintergrund und einige Piano-Klänge, sprich hier hängt alles am sehr gefühlvoll vorgetragen Gesang, sehr schöne Nummer. «Vita Fragilis» anschliessend eine weitere filmatmende Progressive-Nummer mit stark in den Vordergrund gerücktem Orchester. Highlight dürfte wohl das knapp zwölf Minuten lange «Grex» sein, ruhig beginnend mit Geige und hohem Kopfstimmen-Gesang, der nachfolgend in einen symphonischen Part über geht und von sehr viel Gefühl lebt.
Man wird einem ständigen Auf und Ab ausgesetzt, wie in einem Abenteuer-Film. Solberg überzeugt hier vor allem mit seiner variablen Stimme, und das Orchester wie die restlichen Instrumente ergänzen sich an der Stelle schlicht perfekt. Dem Norweger ist hier mit «Vox Occulta» ein durchdachtes und sehr interessantes Album gelungen, das sich weit weg vom üblichen Progressive Rock einordnet. Reinhören (nicht nur für Proggies) tut somit Not!
Crazy Beat