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Metal Factory since 1999
Wird 2026 das Jahr des Thrash und Speed Metal? Kreator und Megadeth haben schon fantastische Alben veröffentlicht und schon ist mit Leatherhead eine vielversprechende Nachwuchsband in den Startlöchern um zu den ganz Grossen vorzupreschen.
Erst vor vier Jahren ins Leben gerufen, ist «Violent Horror Stories» bereits das zweite Album der Griechen. Dass Leatherhead nicht einfach irgendeine viertklassige Band ist, darauf deutet schon dass die Jungs schon mit Savatage, Tankard, Jag Panzer oder Destruction die Bühne geteilt haben. Keine schlechte Bilanz…
Wobei Leatherhead eigentlich nicht nur im puren Thrash Metal unterwegs sind, sondern irgendwo zwischen Exciter, Agent Steel und Overkill ihre Nische gefunden haben. Diese kleine aber feine Nische – die wohl kaum reicht um Stadien zu füllen – bedienen sie aber mit einer puren Leidenschaft und Frische. Das hört man schon beim Opener «V.H.S», ein Shred-Feuerwerk vom Feinsten. Sänger Tolis Mekras Können ist beeindruckend und er sorgt mit seinen hohen Screams für Begeisterung. «Summoning The Dead» klingt so gar nicht nach Griechenland, sondern fetzt verdammt amerikanisch aus den Boxen.
Mit dem siebenminütigen «Children Of The Beast» drosselt man das Tempo genau zur richtigen Zeit. Der Song startet mit einem wunderschönen balladesken Teil, geht in eine starke Halbballade über und am Ende steigt die Härte und Geschwindigkeit nochmal merklich an. Grandios, einfach nur fantastisch. Leatherhead verzichten auf eingängige Mitsingrefrains, was hier aber auch fehl am Platz wäre. Das Album und damit auch Granaten wie «Crimson Eyes» wachsen von Mal zu Mal nur noch mehr. Leatherhead ist ein Name, den man sich ab sofort ganz dick im Notizheft notieren sollte. Der Erstling ist übrigens keinen Deut schlechter!
Rönu