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Mit ihrem neuen, selbstbetitelten Album kommen RESTLESS SPIRIT direkt auf den Punkt: Riffs, Groove und eine klare Ausrichtung. Das Album beginnt mit dichten Midtempo-Gitarrenlinien, die im klassischen Doom verwurzelt wirken, aber eine schärfere, modernere Note haben. Es verschwendet keine Zeit, um den Ton anzugeben.
Die Gitarrenarbeit bildet durchgehend das Rückgrat. Der Klang ist warm, aber schwer und liegt irgendwo zwischen dem Fuzz des Stoner Metal und der Wucht des traditionellen Heavy Metal. Die Riffs sind direkt und einprägsam. Oft bauen sie eher auf starken rhythmischen Mustern als auf übermässig komplexen Strukturen auf. Gleichzeitig gibt es genügend Abwechslung – kleine melodische Wendungen, mehrstimmige Leads und gelegentliche Harmonien – damit das Album nicht zu vorhersehbar wird.
Auch die Rhythmusgruppe verdient Anerkennung. Der Bass folgt nicht nur den Gitarren, sondern verleiht dem Ganzen Gewicht und Bewegung, während das Schlagzeug groovige Muster spielt und mit subtilen Fills die Songs lebendig hält. Die Band weiss, wann sie sich zurückhalten und wann sie vorantreiben muss, wodurch das Album einen natürlichen Fluss erhält.
Gesanglich sorgt Paul Aloisio für Bodenhaftung. Sein Gesang ist melodisch, verliert aber nie an Biss und passt sich der Musik an, ohne sie zu dominieren. Dieser Ansatz funktioniert besonders gut in Stücken wie «Red In Tooth And Claw» und «Desolation's Wake», in denen der Gesang den Groove mitträgt, statt gegen ihn anzukämpfen.
Es gibt auch ruhigere Momente, akustische Breaks und offenere Passagen, die den härteren Abschnitten mehr Wucht verleihen, wenn diese wiederkehren. Die längeren Stücke, insbesondere «Phantom Pain», zeigen, wie die Band Atmosphäre aufbaut, ohne den Fokus zu verlieren.
Insgesamt ist «Restless Spirit» ein gut gespieltes Album, das sich auf solides Songwriting und eine präzise Umsetzung konzentriert. Es wird Euch nicht überraschen, aber es liefert genau das, was Ihr erwartet: harte, groovige Musik.
Lukas R.