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Wer kennt ihn nicht, den Song zur Cola-Werbung, der auf den Namen «First Time» hört? Die heute 71-jährige Shouterin sieht nicht nur noch immer verdammt gut aus, sondern hat nach wie vor eine Voice, wie eine Sängerin in ihrer Blütezeit.
Ähnlich wie Lee Aaron, besitzt ROBIN BECK ebenso diese kräftige Stimme, die sich auch bei anderen Musikstilen (Blues, Country) eignen würde. Hört Euch «Trouble Or Nothing» mal an. Mit welcher Kraft in der Stimme die Amerikanerin hier noch immer unterwegs ist, sucht ihresgleichen. Auf der anderen Seite kann sie sanft und verletzlich erklingen («What A Night») und sich dabei wie eine schnurrende Katze geben. Zusammen mit ihrem Ehegatten James Christian (House Of Lords) hat Robin eine unglaublich tiefgehende Rock-Scheibe veröffentlicht, die weder Sleaze noch Hair Metal ist, sondern die Emotionen der grossen Rock-Tracks der Siebziger und Achtziger ins 21. Jahrhundert mitnimmt.
Rockig und mit fetten, kernigen Parts besticht «Na Na Na» (okay ein ziemlich doofer Titel…) und einer Power in der Stimme, die man heute bei den hochgelobten, neuen Sternchen am Sanges-Himmel vergeblich sucht. Die Vibes von Prince tauchen bei «Voodoo» auf und zeigen, dass sich die Sängerin keine musikalischen Grenzen auf dem neuen Werk gesetzt hat. Auch «Don't Tempt Me» zeigt die Lady von ihrer besten Seite und lässt dabei eine Alannah Myles ziemlich alt aussehen.
Was für Shouts und mit welchen Emotionen hier Robin singt, ist schlicht einzigartig. "Stop playing with my heart", klingt hier nicht wie eine Bitte, sondern eine Drohung. Frau Beck liefert ab, und dies nicht zu knapp! Was für eine Frontfrau, was für eine Sängerin und was für eine grandiose Ausdrucksweise! Rock'n'Roll ist wie ein Jungbrunnen, und Robin Beck der beste Beweis dafür.
Tinu