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Eine Entschuldigung möchte ich schon jetzt in Richtung Österreich senden, denn diese Review von VISIONS OF ATLANTIS wird nicht nur positiv ausfallen. Dabei ist das Konzept eigentlich interessant. Im Prinzip hat man es hier mit dem 2024er Album «Pirates II – Armada» in einer anderen Version zu tun, denn man hat die Gesangs-Spuren mit einer Vielzahl an Orchester-Instrumenten ersetzt. Als Flötist konnte man Sandro Friedrich gewinnen und für die Violine ist Fabio Polo von Elvenking zuständig.
Das alles klingt sehr bombastisch und birgt Potenzial für cineastische Soundtracks. Klar, ein Faible muss man dafür haben, aber Songs wie «The Land Of The Free», «Monsters» oder «Armada» haben schon auf dem regulären Album überzeugt. Doch trotzdem müssen sich Visions Of Atlantis langsam selber hinterfragen. Von 2000 bis 2016 hat die Band fünf Alben und eine EP veröffentlicht, was ich absolut in Ordnung finde. In den letzten neun Jahren kamen vier Studio-Alben, vier (!) Live Alben und zwei orchestrale Werke dazu.
So sehr ich die Band eigentlich mag, das braucht kein Mensch. Nach jedem Studio-Album ein Live-Album herauszuhauen ist völlig unnötig, und die beiden orchestralen Alben hätte man besser als "Limited Edition", zusammen mit den jeweiligen Alben veröffentlicht. In einer Zeit, in der jeden Freitag dutzende, neue Metal- Alben erscheinen, ist diese Release-Politik äusserst fragwürdig. Von einer Kaufempfehlung sind wir hier also sehr weit entfernt!
Rönu